- Vor 48.2
- Dienstleistungs-PMI 52,6 gegenüber 53,0 erwartet
- Vor 53.1
- Zusammengesetzter PMI 51,5 gegenüber 52,4 erwartet
- Vor 52.4
Kommentar:
Zu den Flash-PMI-Daten sagte Dr. Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank:
„Was für ein Schlamassel, könnte man angesichts des weiteren Abschwungs im verarbeitenden Gewerbe ausrufen. Im zweiten Monat in Folge ist der Gesamt-PMI für das verarbeitende Gewerbe tiefer in den Bereich der Kontraktion unter 50 gesunken, und zum ersten Mal seit zehn Monaten ist auch die Produktion rückläufig. Letzteres ist keine Überraschung, da die Auftragseingänge bereits im November eingebrochen waren. Dieser Trend hat sich nun fortgesetzt, was kein gutes Zeichen für den Beginn des nächsten Jahres ist.“
„Trotz aufleuchtender Warnsignale in der Branche blicken im Dezember deutlich mehr produzierende Unternehmen zuversichtlich in das kommende Jahr. Der entsprechende Index ist sprunghaft nach oben geschnellt, was möglicherweise darauf zurückzuführen ist, dass die Regierung eine Reihe von Transportprojekten auf den Weg gebracht hat, Reformen zum Bürokratieabbau beschlossen hat und die Verteidigungsfähigkeiten ausbauen will. Erst wenn diese Maßnahmen zu einem Anstieg der Auftragseingänge führen, wird die Branche wieder an Schwung gewinnen.“
„Der Dienstleistungssektor verliert den zweiten Monat in Folge an Schwung. Allerdings wächst die Geschäftsaktivität weiterhin sichtbar, was sich am stärkeren Personalaufbau zeigt. Das Neugeschäft nimmt seit drei Monaten kontinuierlich zu und insgesamt stabilisiert der Dienstleistungssektor die Gesamtwirtschaft und dürfte im vierten Quartal deutlich zum positiven BIP-Wachstum beitragen.“
„Während die Zuversicht im verarbeitenden Gewerbe sichtbar gestiegen ist, hat sich die Einschätzung der nächsten zwölf Monate im Dienstleistungssektor im Dezember abgeschwächt. Möglicherweise geht man davon aus, dass das Konjunkturpaket und die höheren Verteidigungsausgaben vor allem den Bauunternehmen, dem Maschinenbau und Unternehmen zugute kommen, die direkt oder als Zulieferer im Verteidigungssektor produzieren, während Dienstleister eher leer ausgehen.“
„Das muss allerdings nicht sein, denn bei der industriellen Produktion handelt es sich in der Regel auch um Tätigkeiten, die von Dienstleistern wie Beratungsfirmen, Wirtschaftsprüfern und Softwareentwicklern begleitet werden. Hinzu kommen sogenannte Multiplikatoreffekte, denn Mitarbeiter von Unternehmen, die zusätzliche (staatliche) Aufträge erhalten, gönnen sich eher einen zusätzlichen Restaurant- oder Konzertbesuch, auf den sie sonst verzichtet hätten.“

