Tom Lees Bitmine ist seinem Ziel, 5 % des Gesamtangebots zu erwerben, mit seinem jüngsten Kauf von 20.000 ETH näher gekommen. Ein auf dem wöchentlichen ETH/USDT-Chart bestätigtes rückläufiges Flaggenmuster deutet jedoch darauf hin, dass eine mögliche Preiskorrektur für Ethereum unmittelbar bevorsteht.
Zusammenfassung
- Tom Lees Bitmine hat 20.000 ETH für 41,98 Millionen US-Dollar erworben.
- Die durch Spot-Ethereum-ETFs generierte Marktnachfrage bleibt schwach.
- Auf dem Wochenchart wurde ein rückläufiges Kopf-Schulter-Muster bestätigt.
Bitmine, das technologieorientierte Infrastrukturunternehmen unter der Leitung des renommierten Marktstrategen Tom Lee, hatte erworben weitere 20.000 ETH im Wert von 41,98 Millionen US-Dollar am Wochenende. Der Schritt folgt auf den Erwerb von über 40.000 ETH Ende Januar, der damals einen Wert von etwa 117 Millionen US-Dollar hatte.
Nach dem jüngsten Kauf von Bitmine belaufen sich die Gesamtreserven des Unternehmens nun auf fast 4,29 Millionen ETH, womit das Unternehmen sein Ziel, mindestens 5 % des gesamten Umlaufangebots zu besitzen, zu fast 71 % erreicht hat.
Im Gegensatz zu der schuldengetriebenen Akquisitionsstrategie, die durch Michael Saylors Strategie populär gemacht wird, Bitmine Immersion Technologies (BMNR) verfügt über eine makellose, schuldenfreie Bilanz, die durch über 586 Millionen US-Dollar an Barmitteln und kurzfristiger Liquidität gestützt wird.
Der strategisch wichtigste Dreh- und Angelpunkt des Unternehmens ist jedoch der Übergang zum aktiven Ethereum-Einsatz. Durch den Einsatz seines riesigen ETH-Kapitals ist Bitmine in der Lage, einen jährlichen, margenstarken Umsatz von über 500 Millionen US-Dollar zu erwirtschaften, sofern die Einsatzerträge über der Schwelle von 2,5 % bleiben.
Wenn große institutionelle Akteure wie Bitmine weiterhin das Angebot verschlingen, führt dies typischerweise zu einem Angebotsschock, der langfristig dazu beiträgt, Preisuntergrenzen zu stützen.
Die Gesamtaussichten für Ethereum bleiben jedoch weiterhin prekär, da eine Reihe rückläufiger Katalysatoren weiterhin den durch große Käufe hervorgerufenen Optimismus überschatten könnten.
Erstens das Ethereum (ETH) Der Preis befindet sich seit Mitte Januar in einem stetigen Abwärtstrend und fiel letzte Woche um über 45 % auf fast 1.800 US-Dollar. Dieser Rückgang kam zustande, weil der breitere Markt weiterhin von Angst beherrscht wurde, da die makroökonomische und geopolitische Volatilität in Kombination mit massiven wiederkehrenden Liquidationen weiterhin den Appetit der Anleger unterdrückte.
Zweitens verzeichnen Spot-Ethereum-ETFs, die zuvor als primärer Aufwärtstreiber gedient hatten, seit November letzten Jahres monatelang aufeinanderfolgende Abflüsse. Diese Anlageprodukte haben an Wert verloren 2,5 Milliarden US-Dollar Allein in diesem Zeitraum könnten weitere Abflüsse das Vertrauen der Einzelhändler untergraben und Händler häufig dazu veranlassen, ihre Positionen neu zu bewerten.
Drittens ist der Gesamtwert des Ethereum-Netzwerks auf 57 Milliarden US-Dollar gesunken, was deutlich unter den 98 Milliarden US-Dollar im Oktober letzten Jahres liegt. Ein sinkender TVL bedeutet einen geringeren Nutzen in der Kette und könnte wahrscheinlich die Stimmung der Händler verderben und somit die Erholung weiter dämpfen.
Auf dem Wochenchart hat der Ethereum-Preis ein Kopf-Schulter-Muster bestätigt, da er letzten Monat unter ein wichtiges Unterstützungsniveau von 2.800 US-Dollar fiel. Das Muster besteht aus drei unterschiedlichen Spitzen, wobei die mittlere Spitze die höchste ist und die beiden äußeren Spitzen relativ gleich hoch sind. Es gilt allgemein als eines der beliebtesten rückläufigen Umkehrmuster in der technischen Analyse.
Zum Zeitpunkt der Drucklegung lag der Ethereum-Preis nahe bei 2.000 US-Dollar, was ein weiteres wichtiges psychologisches Unterstützungsniveau darstellt, das die Marktstimmung in den kommenden Wochen weitgehend bestimmen könnte.
Ein starker Rückgang unter diese entscheidende Untergrenze könnte einen tieferen Rückgang in Richtung 1.000 US-Dollar auslösen, was die nächste große historische Unterstützung darstellt. Die Preise könnten sogar bis auf 800 US-Dollar fallen, ein rückläufiges Ziel, das berechnet wird, indem die Gesamthöhe des Kopfes von dem Punkt abgezogen wird, an dem der Preis unter die Nackenlinie des Musters fällt.
Mehrere technische Indikatoren scheinen diese düstere Vorhersage zu stützen. Bemerkenswert ist, dass die MACD-Linien weiterhin unter der Nulllinie stecken bleiben und derzeit nach unten zeigen, was auf eine starke Verkaufsdynamik hindeutet, während der Supertrend-Indikator ein klares rotes Signal blinkt.
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