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TEr Tesco (LSE: TSCO) Aktienkurs hat es im Februar erneut geschafft. Es stieg um fast 14,5 %, mehr als das Doppelte der Rendite FTSE 100der mit 7 % ebenfalls recht prächtig ausfiel. Tesco-Aktien sind nun über 12 Monate um 27 % und über fünf Jahre um 115 % gestiegen. Können sie diese Dynamik beibehalten?
Der Lebensmittelriese ist zurückgekehrt, nachdem er unter dem ehemaligen CEO Philip Clarke, der 2014 zurücktrat, vom Kurs abgekommen war. Nachfolger Dave Lewis senkte die Kosten, verkaufte nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte, vereinfachte den Betrieb und baute das Vertrauen der Kunden wieder auf.
Kernbestand des FTSE 100
Der derzeitige CEO Ken Murphy hat darauf aufgebaut. Er hat das Leistungsversprechen von Tesco geschärft, in Eigenmarkensortimente investiert und das Online- und Convenience-Angebot gestärkt. Etwa 23 Millionen von uns besitzen inzwischen die Clubcard, die die Kundenbindung und den Umsatz steigert und ihr wertvolle Daten für personalisiertes Marketing, Rabatte und maßgeschneiderte Angebote liefert. Tesco ist erneut klarer Marktführer in einem hart umkämpften Sektor.
Der Marktanteil liegt nun bei 28,7 % und liegt damit deutlich vor dem Zweitplatzierten Sainsbury’s bei 16,2 %. Aldi und Lidl sind immer noch bedrohlich, kennen aber ihren Platz.
Tesco steigerte seinen Marktanteil in der Weihnachtswoche auf 29,4 %, den höchsten Wert seit mehr als einem Jahrzehnt. Frische Lebensmittel schnitten besonders gut ab, aber die Gruppenverkäufe sind seitdem zurückgegangen, da das Großhandelsunternehmen Booker Probleme hatte. Tesco geht nun davon aus, dass der bereinigte Betriebsgewinn 2026 am oberen Ende seiner Prognosespanne von 2,9 bis 3,1 Milliarden Pfund liegen wird. Im Jahr 2025 waren es 3,1 Milliarden Pfund. Das ist also etwas enttäuschend.
Den Anlegern scheint das nichts auszumachen. Sie lieben Tesco im Moment. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 17,5. Das ist kein Nasenbluten-Territorium, aber für einen Supermarkt, der mit aller Kraft kämpfen muss, um sich zu verteidigen hauchdünne Ränder Mit etwa 4 % ist es etwas anspruchsvoll.
Die Kosten bleiben eine Herausforderung. Tesco ist Großbritanniens größter privater Arbeitgeber und muss höhere Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers sowie zwei beträchtliche Erhöhungen des National Living Wage verkraften. Eine Abschwächung der Lebensmittelpreisinflation dürfte den Käufern und den Gewinnspannen zugute kommen, doch die britische Wirtschaft ist immer noch fragil. Auch die steigende Arbeitslosigkeit könnte die Kaufkraft beeinträchtigen.
Preiskampfrisiko
Es gibt noch andere Herausforderungen. Die Discounter verschwinden nicht. Preiskämpfe können jederzeit ausbrechen. Sorgen im Nahen Osten könnten die Ölpreise und die Inflation in die Höhe treiben.
Ich habe mir die Prognosen der Broker angesehen und sie sind enttäuschend. Das konsensmäßige 12-Monats-Kursziel liegt nun bei 479 Pence, einem Penny unten das heutige 480p.
Natürlich sind Prognosen immer mit Vorsicht zu genießen. Kein Analyst hat eine Kristallkugel, egal wie gut er bezahlt ist. Außerdem werden die meisten dieser Preise vor dem Aktienkurssprung im Februar festgelegt worden sein. Aber es spiegelt meine Vermutung wider, dass es den Tesco-Aktien nach einem so starken Anstieg von hier aus schwerer fallen könnte. Die Nachlaufrendite ist auf 2,75 % gesunken weniger Einkommen im Angebot für neue Investoren.
Ich denke immer noch, dass Tesco mit einer langfristigen Perspektive eine Überlegung wert ist. Es handelt sich um einen erstklassigen Betreiber mit einer beherrschenden Stellung. Aber die Aufregung könnte nachlassen. Die Aktienkursentwicklung kann zyklisch sein, insbesondere im Konsumsektor. Glücklicherweise können Anleger immer noch zahlreiche andere FTSE-100-Aktien zu günstigeren Bewertungen und möglicherweise auch mit besseren Dividenden- und Wachstumsaussichten finden.

