Die plötzliche Eskalation des US-Iran-Krieges hat die globalen Märkte erschüttert. Die Ölpreise steigen, Volatilität ist zurück und stark, und Anleger stellen erneut eine bekannte Frage: Wo kann sich Geld in Zeiten geopolitischer Unsicherheit verstecken?
Laut Analysten von Morgan Stanley könnte die Antwort in zwei Sektoren liegen. Das ist Verteidigung und Energie. Warum? Denn beide haben in der Vergangenheit während globaler Konflikte an Aufmerksamkeit gewonnen.
Anfang März 2026 wurde die Wall Street Die Bank revidierte ihre Investitionsaussichten angesichts der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten. Das Unternehmen hob Verteidigungsunternehmen als überzeugende Chance hervor und behielt gleichzeitig eine weitgehend optimistische Haltung gegenüber US-Aktien bei.
Aber warum stehen Verteidigungsaktien plötzlich wieder im Rampenlicht? Welche Unternehmen könnten am meisten profitieren?
Laut Morgan Stanley könnten Verteidigungsaktien von geopolitischen Spannungen profitieren
Analysten von Morgan Stanley argumentieren, dass eskalierende globale Konflikte Investoren häufig in Branchen drängen, die mit der nationalen Sicherheit und der Energieversorgung verbunden sind.
Dieser Trend scheint sich wieder zu entfalten.
Die Konfrontation zwischen den USA und dem Iran hat an den Finanzmärkten eine klassische „Risikoscheu“-Reaktion ausgelöst. Die Ölpreise steigen jeden Morgen. Dadurch haben sich die Investoren in sicherere Sektoren und Unternehmen mit Bezug zur Militärtechnologie verlagert.
Ein frühes Highlight ist Palantir (PLTR). PLTR verzeichnete im vergangenen Monat aufgrund geopolitischer Entwicklungen bislang einen Zuwachs von 17 %. Die engen Beziehungen des Unternehmens zum US-Militär und den Geheimdiensten machen es zu einem wichtigen Akteur in der modernen Verteidigungstechnologie.
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Analysten von Morgan Stanley sagen, dass sich die Korrelation zwischen steigenden Energiepreisen und Verteidigungsaktien während des jüngsten geopolitischen Schocks verstärkt hat.
Unterdessen sehen sich Sektoren wie die Automobilindustrie und Banken, die traditionell an das Wirtschaftswachstum gebunden sind, bei den Anlegern mit größerer Zurückhaltung konfrontiert.
Wo genau platzieren Analysten ihre Wetten?
Morgan Stanley hat kürzlich große Rüstungsunternehmen neu bewertet und seine Branchenbewertungen neu gestaffelt, wobei Unternehmen mit starkem Engagement in Militärtechnologien der nächsten Generation hervorgehoben wurden.
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Zu seinen Top-Empfehlungen gehört Northrop Grumman, das das Unternehmen aufgrund seines fortschrittlichen Verteidigungsportfolios und seiner konstanten Leistung als herausragend erachtet.
Steigende US-Verteidigungsausgaben könnten auch große Auftragschancen eröffnen
Hinter dem Optimismus von Morgan Stanley verbirgt sich ein starker makroökonomischer Trend: steigende globale Verteidigungsbudgets.
Das Weiße Haus hat schlug für 2026 Verteidigungsausgaben in Höhe von 1,01 Billionen US-Dollar voreines der größten Militärbudgets in der Geschichte der USA.
Durch den One Big Beautiful Bill Act wurden bereits rund 150 Milliarden US-Dollar bereitgestellt, um Initiativen wie den zu finanzieren Goldene Kuppel Raketenabwehrprogramm und Modernisierung des US-Atomwaffenarsenals.
Dennoch wurde ein Großteil der Ausgaben noch nicht in Verträge umgesetzt.
Diese Lücke könnte Chancen für Verteidigungsunternehmen eröffnen, wenn die Finanzierung den Bewilligungsprozess durchläuft.
Wichtige Programme, die voraussichtlich gefördert werden:
- 3,9 Milliarden Dollar für Hyperschallwaffen
- 3,5 Milliarden US-Dollar für F-47-Kampfflugzeuge der nächsten Generation
- 2,5 Milliarden US-Dollar für die Raketen- und Munitionsproduktion
- 15,1 Milliarden US-Dollar für Cybersicherheitsinitiativen
- Eine Erhöhung der Finanzierung der Space Force um 30 % auf 40 Milliarden US-Dollar
Dennoch ist das noch nicht genug. Gegen Ende des Jahres 2025 fragte das Pentagon auch Verteidigungsunternehmen, ob sie dies könnten schnell 300.000 Drohnen herstellen. Das ist riesig. Und das ist auch interessant. Warum? Dies deutet auf eine enorme potenzielle Nachfrage in diesem Sektor hin.
Mehrere Unternehmen sollen von der Umsetzung dieser Programme profitieren.
Trotz dieser Klarheit bleiben die Anleger vorsichtig. Warum? Aufgrund des langwierigen und manchmal undurchsichtigen Bundeshaushaltsprozesses war es in der Vergangenheit schwierig vorherzusagen, welche Unternehmen letztendlich die größten Aufträge erhalten werden.
Der Nahostkonflikt erschüttert auch die globalen Energiemärkte
Die jüngsten US-Angriffe auf den Iran lösten einen Anstieg aus WTI Die Preise für Rohöl, Brent-Rohöl und Erdgas stiegen, wobei Spannungen die Schifffahrt durch die Straße von Hormus beeinträchtigten.
Ökonomen von Morgan Stanley beschreiben die Störung eher als einen logistischen Schock denn als einen Produktionsschock und weisen darauf hin, dass bisher keine Ölversorgung verloren gegangen sei.
Dennoch können höhere Ölpreise Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Ein moderater Anstieg treibt die Schlagzeilen tendenziell voran Inflation vorübergehend höher, obwohl die Federal Reserve blickt oft über einen solchen kurzfristigen Druck hinweg.
Ein viel größerer Ölanstieg könnte eine andere Geschichte erzählen.
Morgan Stanley erwartet eine Aufwärtskorrektur des BIP für das vierte Quartal
Steigende Energiekosten könnten die Wirtschaftstätigkeit verlangsamen, das Vertrauen der Unternehmen schwächen und Einstellungs- oder Investitionspläne verzögern. Gerade diese Unsicherheit ist der Grund, warum Verteidigungsaktien in geopolitischen Krisen oft Aufmerksamkeit erregen.
Dennoch bleibt Morgan Stanley überraschend optimistisch. Nach Angaben des Unternehmens rechnen sie mit einer Aufwärtskorrektur BIP im 4. Quartal auf eine annualisierte Rate von 1,5 % gegenüber dem Vorquartal.
Das Unternehmen argumentiert außerdem, dass die Geschichte zeigt, dass geopolitische Schocks selten langanhaltende Bärenmärkte auslösen. Besonders wenn Inflation Der Druck bleibt begrenzt. Mit anderen Worten, Volatilität kann steigen, aber umso breiter Hausse könnte überleben.
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