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Angesichts sinkender Zinssätze und geopolitischer Spannungen, die die Märkte erschaudern lassen, ändern sich die Aussichten für britische Aktien.
Mit Lloyds‘ (LSE: LLOY)-Aktien, die oft als Vorzeichen für den Inlandsmarkt gelten, habe ich beschlossen, zu sehen, wohin sich die Analysten im kommenden Jahr entwickeln könnten.
Blick nach vorn
Analysten, die Lloyds verfolgen, haben ein durchschnittliches 12-Monats-Kursziel von 117,5 Pence, was einem Anstieg von 24,92 % gegenüber dem heutigen Niveau entsprechen würde. Wenn sich das bewähren würde, würden allein durch die Aktien 1.000 £ auf etwa 1.250 £ anwachsen. Wenn man die Dividendenrendite von 6 % hinzufügt, könnte die Gesamtrendite fast 30 % oder rund 1.300 £ betragen (vor Handelskosten und Steuern).
Optimistisch gehen einige Analysten davon aus, dass der Preis um etwa 39,27 % steigen könnte. In diesem Fall könnten die 1.000 £ allein aufgrund des Aktienkurses auf etwa 1.390 £ anwachsen, oder auf fast 1.450 £ inklusive Dividenden.

Am pessimistischen Ende geht die düsterste Prognose von einem Preisrückgang von 3,29 % aus. Selbst dann könnte die Dividende für einen Anleger im Laufe des Jahres immer noch ungefähr gleich bleiben oder leicht im Plus liegen.
Um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, wohin es gehen könnte, habe ich genauer hingeschaut.
Wichtige Fundamentaldaten und Dividenden
In den letzten fünf Jahren ist der Aktienkurs von Lloyds um etwa 125 % gestiegen – eine ziemlich starke Rallye für eine reife Bankaktie. Aber die Einnahmen sind hier die wahre Geschichte und ein klarer Hinweis auf die Vorteile eines Umfelds mit höheren Zinssätzen. Es hat sich seit 2022 mehr als verdoppelt und ist von 26,2 Milliarden Pfund auf 65,55 Milliarden Pfund gestiegen.
Was bedeutet das für die Aktionäre? Also, Eigenkapitalrendite (ROE) ist nicht spektakulär – er liegt knapp über 10 %, was im Großen und Ganzen dem Niveau vieler großer Kreditgeber entspricht. Aber Lloyds gewinnt normalerweise beim Einkommen.
Die Aktie bietet derzeit eine Dividendenrendite von knapp 6 % und die Ausschüttungen machen nur etwa 52 % des Gewinns aus – sie sind also gut abgesichert. Darüber hinaus ist es durch 12 Jahre ununterbrochene Zahlungen abgesichert, was denjenigen, die ein passives Einkommen anstreben, ein gewisses Maß an Sicherheit bietet.
Makrohintergrund und Risiken
Als weitgehend inländische Bank ist Lloyds stark von der Gesundheit der britischen Verbraucher und Unternehmen abhängig. Ein wesentlicher Wachstumstreiber der letzten Jahre waren die Zinsen. Doch nach mehreren Senkungen liegt der Leitzins der Bank of England nun bei etwa 3,75 %, weitere Senkungen werden erwartet.
Für Lloyds ergibt sich daraus ein gemischtes Bild. Niedrigere Zinssätze können die Kreditmargen schmälern, unterstützen aber auch den Immobilienmarkt und halten uneinbringliche Schulden in Schach. Wenn sich die Wirtschaft jedoch verlangsamt oder die Arbeitslosigkeit schneller als erwartet steigt, könnten die Gewinne unter Druck geraten.
Dennoch ist es gelungen, Dividenden mit einer beträchtlichen Aktie zu kombinieren Rückkäufe.
Letzte Gedanken
Für einen britischen Investor, der im April eine neue ISA eröffnen möchte, erscheint Lloyds immer noch attraktiv. Es handelt sich um eine große, bekannte Bank mit einer hohen Dividendenrendite, und die Analysten gehen von einem moderaten Anstieg des Aktienkurses im nächsten Jahr aus. Die Bank ist profitabel, gut kapitalisiert und gibt reichlich Bargeld an die Aktionäre zurück.
Allerdings handelt es sich immer noch um einen zyklischen Anteil, der eng mit der Entwicklung der britischen Wirtschaft verknüpft ist. Jeder, der heute kauft, sollte auf Schwankungen vorbereitet sein – vor allem, wenn das Wachstum enttäuschend ist oder sich der Immobilienmarkt dreht.
Für Anleger, die mit diesen Risiken vertraut sind, bietet es Erträge und potenziell positive Kursbewegungen. Aber es ist nur eine von mehreren renditestarken FTSE-Aktien, die man heute auf dem britischen Markt in Betracht ziehen sollte.

