Was Pressemitteilungen und Marktbewegungen angeht, war es eine lockere Sitzung. An der Datenfront war das größte Highlight die deutsche ZEW-Umfrage, die auf -0,5 gegenüber 58,3 im Vormonat einbrach. Der US-Iran-Krieg und der Anstieg der Energiepreise waren für diesen schlechten Wert verantwortlich.
Was die Nachrichten betrifft, haben wir gerade einen Reuters-Bericht erhalten, in dem es heißt, dass der neue Oberste Führer Irans laut einem hochrangigen iranischen Beamten Vorschläge zur Deeskalation der Spannungen mit den Vereinigten Staaten und Israel abgelehnt hat.
Der Beamte sagte gegenüber Reuters, dass Khameneis Haltung zur Rache an den USA und Israel „sehr hart und ernst“ sei. Berichten zufolge sagte er während der Sitzung, dass die Islamische Republik nicht versuchen werde, die Spannungen abzubauen, bis die USA und Israel besiegt und zu Schadensersatzzahlungen gezwungen seien.
An der Marktfront zieht sich der US-Dollar weiterhin von den Ende letzter Woche erreichten Höchstständen zurück, was eher auf Gewinnmitnahmen aufgrund extremer Niveaus als auf eine Änderung der Fundamentaldaten zurückzuführen ist, da wir noch keinen nennenswerten Katalysator haben, der eine Trendwende auslösen könnte. Wenn man sich die anderen Märkte ansieht, war es größtenteils eine langweilige Preisbewegung innerhalb einer Spanne, da die Händler auf neue Entwicklungen an der US-Iran-Front warten. Die Ölpreise gaben von den Montagshochs nach, aber der Weg des geringsten Widerstands führt weiterhin nach oben.
In der amerikanischen Sitzung liegen uns nur die wöchentlichen US-ADP-Arbeitsmarktdaten vor, die schon seit langem kein marktbewegender Bericht mehr sind. Trotz des sehr schwachen NFP-Berichts deuten alle anderen Arbeitsmarktdaten, einschließlich des ADP, auf eine Stabilisierung hin. Der NFP war vielleicht nur ein Ausrutscher, aber wenn wir auch bei anderen Daten eine Verschlechterung feststellen, wird die Fed eine schwierige Entscheidung treffen müssen, da beide Mandate unter Spannung stehen werden.

