Es dauerte eine Weile, bis es richtig tief einschlug, aber Die Samen waren bereits gepflanzt in der ersten Woche des Nahostkonflikts. Und jetzt mit Der Iran versucht auch, die Dinge auf breiterer Ebene zu störenwir sehen, wie diese Woche Inflationsängste die Märkte überschwemmen.
Die höheren Ölpreise sind derzeit das Hauptproblem, und das wird sich bereits bemerkbar machen, da sich die Erwartungen der Zentralbanken deutlich ändern werden.
Nachdem sowohl die EZB als auch die BOE prognostiziert hatten, dass sie die Zinssätze das ganze Jahr über unverändert lassen würden, rechnet JP Morgan nun damit, dass beide Zinssätze bereits im nächsten April angehoben werden.
Bei der EZB rechnet das Unternehmen nun mit zwei Zinserhöhungen im April und Juli. Sie stellen jedoch fest, dass „hinsichtlich des Zeitplans die Tendenz bestehen wird, auf neue Prognosen bei der Juni-Sitzung zu warten, eine Bestätigung des März-Basisszenarios zum Zeitpunkt der April-Sitzung jedoch ausreichen dürfte, um eine Zinserhöhung auszulösen“.
Trotz des restriktiveren Kurswechsels sieht JP Morgan jedoch auch einen Fall, in dem die EZB ihre Straffungsschritte in diesem Jahr rückgängig machen wird. Sie argumentieren, dass die Zentralbank die Möglichkeit haben wird, die Zinsen erneut zu senken, sobald die Gefahr eines Zweitrundeneffekts vorüber ist. Daher planen sie für das nächste Jahr im zweiten Halbjahr 2027 eine Zinssenkung.
Was die BOE betrifft, erwartet das Unternehmen nun auch zwei Zinserhöhungen im April und Juli. Dies liegt daran, dass die Inflation im Vereinigten Königreich wahrscheinlich weiter ansteigen wird, bevor sie im nächsten Jahr wieder zurückgeht. Sie gehen jedoch davon aus, dass dies erst im Frühjahr 2027 geschehen wird. Daher wird die BOE in der Zwischenzeit nicht wieder viel Lust auf Zinssenkungen haben. Nach den beiden Zinserhöhungen in diesem Jahr rechnet JP Morgan mit zwei Zinssenkungen im zweiten und vierten Quartal 2027.
In gewissem Zusammenhang ging die Marktpreisgestaltung für die EZB vor dem Krieg von null Zinsänderungen im Laufe des Jahres aus. Was die BOE betrifft, so haben Händler vor Beginn des Konflikts zwischen den USA und dem Iran in diesem Jahr Zinssenkungen von etwa 52 Basispunkten eingepreist. Eine ziemliche Abwechslung, oder?

