Investing.com – UBS Switzerland AG hat ihre Juni-Prognose für den Euro-Schweizer-Franken-Wechselkurs auf 0,91 revidiert und damit im Vergleich zu einer früheren Prognose nach unten korrigiert. Als Schlüsselfaktoren für den Druck auf das Währungspaar nannte sie die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Iran und die hohen Ölpreise.
Der Wechselkurs geriet in den letzten Wochen aufgrund der eskalierenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Iran, höherer Ölpreise und einer erhöhten Risikoaversion der Anleger unter Abwärtsdruck.
Der Status Europas als Netto-Energieimporteur hat die Anfälligkeit der Region gegenüber anhaltend hohen Energiepreisen erhöht, während der Schweizer Franken die Nachfrage nach sicheren Häfen angezogen hat.
In einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung gehen die UBS-Strategen Constantin Bolz und Clémence Dumoncel davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank eine starke Aufwertung des Frankens verhindern wird, was Wechselkursbewegungen unter die Marke von 0,90 begrenzen dürfte.
Die Bank betrachtet die Schwelle von 0,90 als wichtiges technisches und psychologisches Niveau für die Märkte und die SNB.
In einem Risk-Off-Szenario, in dem der Iran-Konflikt anhält und den Euro-Dollar-Wechselkurs in Richtung 1,10 treibt, könnte EURCHF laut Analyse unter 0,90 fallen und sich möglicherweise 0,88 nähern. Die revidierte Juni-Prognose von 0,91 spiegelt ein ausgeglicheneres kurzfristiges Risikoumfeld wider und berücksichtigt die Möglichkeit anhaltender Unterbrechungen der Energieversorgung.
Das Basisszenario von UBS geht davon aus, dass der Iran-Konflikt nur von kurzer Dauer sein wird und dass die Ölflüsse durch die Straße von Hormus nicht länger unterbrochen sein werden.
Unter diesen Bedingungen dürften die Ölpreise bis Juni sinken und der Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken verringern. Die Bank geht davon aus, dass sich die Märkte dann wieder auf längerfristige Treiber konzentrieren werden, einschließlich fiskalpolitischer Anreize in Europa, insbesondere in Deutschland, was die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum stützen dürfte.
Mittelfristig behält UBS ihre EURCHF-Prognose von 0,93 für September, Dezember und März 2027 bei.
Die Analyse der Bank legt nahe, dass ein stabiles europäisches Wachstum, ein günstiges Carry-Profil und mögliche SNB-Interventionen gegen eine anhaltende Stärke des Frankens über den kurzfristigen Zeitraum hinaus sprechen.
Die Investmentbank identifiziert Aufwärtswiderstandsniveaus um 0,915, 0,9275 und 0,935 für das Währungspaar. Unter Berücksichtigung des Carry ist UBS davon überzeugt, dass der Euro über einen Zeitraum von einem Jahr bessere Gesamtrenditeaussichten bietet als der Schweizer Franken.
Zu den Hauptrisiken für die Prognose gehören eine weitere Verschlechterung der globalen Geopolitik oder erneute Spannungen auf den Energiemärkten. Umgekehrt könnte ein Waffenstillstand im Nahen Osten oder in der Ukraine zu einer schnelleren Erholung des EURCHF führen und das Paar möglicherweise über 0,93 treiben.
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