USD/JPY handelt am Mittwoch in einer engen Spanne, da der japanische Yen (JPY) Schwierigkeiten hat, von einem schwächeren US-Dollar (USD) zu profitieren. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels notiert das Paar bei rund 158,50, nachdem es sich von der zuvor erreichten Marke von 160,00 zurückgezogen hat diese Woche.
Der Greenback schwächt sich auf breiter Front ab, da sich die Risikostimmung aufgrund wachsender Hoffnungen auf ein baldiges Ende des US-Iran-Konflikts verbessert, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass die Militäroperationen innerhalb von zwei bis drei Wochen abgeschlossen sein könnten.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs Hauptwährungen abbildet, schwebt bei 99,34 und damit nahe einem Wochentief, nachdem er am Dienstag mit 100,64 ein Zehnmonatshoch erreicht hatte.
Der Fokus des Marktes verlagert sich nun auf Trumps geplante Ansprache an die Nation am Donnerstag um 01:00 Uhr GMT, wo er voraussichtlich „ein wichtiges Update zum Iran“ liefern wird.
Aus technischer Sicht ist der USD/JPY leicht rückläufig, nachdem es ihm nicht gelungen ist, seine Gewinne über der psychologischen Marke von 160,00 aufrechtzuerhalten, einem Bereich, der zuvor Interventionen der japanischen Behörden ausgelöst hat.
Der Tages-Chart zeigt, dass der Preis knapp unter dem 21-tägigen einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) um 158,80 schwankt, was auf einen kurzfristigen Schwungverlust innerhalb eines breiteren Aufwärtstrends hindeutet.
Die Dynamik hat gegenüber den Höchstständen Ende März nachgelassen, bleibt aber im Großen und Ganzen konstruktiv, wobei der Relative Strength Index (RSI) nahe der neutralen 50-Marke schwebt. Die Moving Average Convergence Divergence (MACD) ist geringfügig unter ihr Signal gerutscht, bleibt aber nahe der Nulllinie, was eher auf eine Konsolidierung als auf eine vollständige Umkehr hindeutet.
Auf der anderen Seite fungiert der 21-Tage-SMA als unmittelbarer Widerstand, und ein Schlusskurs über diesem Niveau könnte die Tür für einen erneuten Test der psychologischen Marke von 160,00 öffnen.
Auf der anderen Seite würde ein starker Schlusskurs unter dem 21-Tage-SMA den Abwärtsdruck verstärken und den 50-Tage-SMA nahe 156,96 als nächste Unterstützungsmarke in den Fokus rücken.
Häufig gestellte Fragen zum japanischen Yen
Der Japanische Yen (JPY) ist eine der meistgehandelten Währungen der Welt. Sein Wert wird im Großen und Ganzen von der Leistung der japanischen Wirtschaft bestimmt, insbesondere aber von der Politik der Bank of Japan, dem Unterschied zwischen japanischen und US-Anleiherenditen oder der Risikostimmung unter Händlern und anderen Faktoren.
Eines der Mandate der Bank of Japan ist die Währungskontrolle, daher sind ihre Maßnahmen für den Yen von entscheidender Bedeutung. Die BoJ hat manchmal direkt in die Devisenmärkte eingegriffen, im Allgemeinen, um den Wert des Yen zu senken, obwohl sie aufgrund politischer Bedenken ihrer wichtigsten Handelspartner oft davon Abstand nimmt. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ zwischen 2013 und 2024 führte aufgrund einer zunehmenden politischen Divergenz zwischen der Bank of Japan und anderen wichtigen Zentralbanken zu einer Abwertung des Yen gegenüber seinen Hauptwährungskollegen. In jüngerer Zeit hat die schrittweise Abkehr von dieser ultralockeren Politik dem Yen etwas Auftrieb gegeben.
Im letzten Jahrzehnt hat die Haltung der BoJ, an einer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer zunehmenden politischen Divergenz mit anderen Zentralbanken, insbesondere mit der US-Notenbank, geführt. Dies unterstützte eine Ausweitung der Differenz zwischen den 10-jährigen US- und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen begünstigte. Die Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, die ultralockere Politik schrittweise aufzugeben, zusammen mit Zinssenkungen bei anderen großen Zentralbanken, verringert diese Differenz.
Der japanische Yen wird oft als sichere Anlage angesehen. Dies bedeutet, dass Anleger in Zeiten von Marktstress aufgrund der vermeintlichen Zuverlässigkeit und Stabilität eher dazu neigen, ihr Geld in der japanischen Währung anzulegen. Turbulente Zeiten dürften den Wert des Yen gegenüber anderen Währungen, die als riskanter gelten, stärken.

