Asiatische Aktien gaben größtenteils nach, da die ins Stocken geratenen Gespräche zwischen den USA und Iran die Risikobereitschaft dämpften. Das Wall Street Journal berichtete, dass der Iran am Mittwoch in der Straße von Hormus auf drei Schiffe geschossen und zwei davon in iranische Gewässer eskortiert habe. Iranische Medien sagten, die Revolutionsgarde habe die Schiffe in den Iran verlegt, was eine Eskalation darstelle, obwohl die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte, die Beschlagnahmungen hätten nicht gegen die Waffenstillstandsbedingungen verstoßen.
Mohammad Bagher Ghalibaf, Sprecher des iranischen Parlaments und Chefunterhändler, erklärte, dass eine Wiedereröffnung der Meerenge „unmöglich“ sei, solange die Vereinigten Staaten (USA) und Israel an „eklatanten“ Verstößen gegen den Waffenstillstand, einschließlich der US-Seeblockade, festhalten. Unterdessen sagte Präsident Donald Trump, der derzeitige Waffenstillstand werde auf unbestimmte Zeit in Kraft bleiben, da Washington auf einen erneuten Friedensvorschlag aus Teheran warte.
Zum Zeitpunkt des Schreibens Japans Nikkei 225 wird über 1 % niedriger gehandelt, nahe 58.900, während Chinas SSE Composite Index um 0,79 % auf unter 4.100 fällt. Darüber hinaus ist der Hang Seng Index in Hongkong um 1,12 % unter 25.900 gesunken, und der KOSPI in Südkorea fällt um 0,61 % auf 6.380.
Der südkoreanische KOSPI gibt nach, nachdem er am Donnerstag ein Rekordhoch von 6.557 erreicht hatte. Der Markt erholte sich aufgrund starker Zuwächse bei Technologiewerten, verlor jedoch an Schwung, da höhere Energiepreise und die anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten die Importrechnung Koreas in die Höhe trieben.
japanisch Aktien Rückgang, da steigende Ölpreise die Stimmung belasten, was Japans starke Abhängigkeit von Rohölimporten aus dem Nahen Osten unterstreicht. Händler erwarten, dass die Bank of Japan (BoJ) an ihrem Kurs festhält Tarife Dieser Trend bleibt in diesem Monat unverändert, obwohl er bereits im Juni auf eine mögliche Verschiebung hin zur Normalisierung der Politik hindeuten könnte.
Der Hang Seng Index in Hongkong fällt, da die Anleger Gewinne mitnehmen und eine vorsichtige Haltung einnehmen, bevor später am Tag die Inflationsdaten für März erscheinen, wobei die Stimmung auch durch ein gemischtes globales Umfeld beeinflusst wird.
Häufig gestellte Fragen zu asiatischen Aktien
Asien trägt rund 70 % zum globalen Wirtschaftswachstum bei und beherbergt mehrere wichtige Börsenindizes. Unter den entwickelten Volkswirtschaften der Region stechen der japanische Nikkei – der 225 Unternehmen an der Tokioter Börse vertritt – und der südkoreanische Kospi hervor. China verfügt über drei wichtige Indizes: den Hong Kong Hang Seng, den Shanghai Composite und den Shenzhen Composite. Als großes Schwellenland erregen indische Aktien auch die Aufmerksamkeit von Anlegern, die zunehmend in Unternehmen der Sensex- und Nifty-Indizes investieren.
Die wichtigsten Volkswirtschaften Asiens sind unterschiedlich und jede hat spezifische Sektoren, auf die man achten muss. Technologieunternehmen dominieren die Indizes in Japan, Südkorea und zunehmend auch China. Finanzdienstleistungen sind führende Aktienmärkte wie Hongkong oder Singapur, die als wichtige Knotenpunkte des Sektors gelten. Auch in China und Japan ist die Produktion groß, mit einem starken Schwerpunkt auf der Automobilproduktion oder der Elektronikindustrie. Die wachsende Mittelschicht in Ländern wie China und Indien räumt auch Unternehmen mit Fokus auf Einzelhandel und E-Commerce eine immer größere Bedeutung ein.
Viele verschiedene Faktoren bestimmen die asiatischen Aktienmarktindizes, aber der Hauptfaktor für ihre Performance sind die aggregierten Ergebnisse der einzelnen Unternehmen, die in ihren vierteljährlichen und jährlichen Gewinnberichten offengelegt werden. Auch die wirtschaftlichen Grundlagen jedes Landes sowie die Entscheidungen seiner Zentralbanken oder die Finanzpolitik seiner Regierung sind wichtige Faktoren. Im weiteren Sinne können sich auch politische Stabilität, technologischer Fortschritt oder Rechtsstaatlichkeit auf die Aktienmärkte auswirken. Auch die Wertentwicklung der US-Aktienindizes spielt eine Rolle, da die asiatischen Märkte in den meisten Fällen über Nacht die Führung der Wall-Street-Aktien übernehmen. Schließlich spielt auch die allgemeine Risikostimmung an den Märkten eine Rolle, da Aktien im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten wie festverzinslichen Wertpapieren als riskante Anlage gelten.
Die Investition in Aktien ist an sich schon riskant, doch die Investition in asiatische Aktien bringt regionalspezifische Risiken mit sich, die es zu berücksichtigen gilt. Asiatische Länder verfügen über ein breites Spektrum politischer Systeme, von vollständigen Demokratien bis hin zu Diktaturen, sodass ihre Anforderungen an politische Stabilität, Transparenz, Rechtsstaatlichkeit oder Unternehmensführung erheblich voneinander abweichen können. Geopolitische Ereignisse wie Handelsstreitigkeiten oder Territorialkonflikte können ebenso wie Naturkatastrophen zu Volatilität an den Aktienmärkten führen. Darüber hinaus können auch Währungsschwankungen einen Einfluss auf die Bewertung asiatischer Aktienmärkte haben. Dies gilt insbesondere für exportorientierte Volkswirtschaften, die tendenziell unter einer stärkeren Währung leiden und von einer schwächeren Währung profitieren, da ihre Produkte im Ausland billiger werden.

