Der US-Dollar (USD) blieb am Freitag gegenüber dem Schweizer Franken (CHF) praktisch unverändert und schwankte innerhalb weniger Pips über 0,7800, was einem Wochenverlust von 0,35 % entspricht, nachdem er am Vortag von Höchstständen über 0,7900 gefallen war. Die schwächer als erwartet ausgefallenen Daten zu den Schweizer Einzelhandelsumsätzen hatten keinen Einfluss auf das Paar, während eine angebliche Intervention der japanischen Behörden zur Eindämmung der Yen-Schwäche den Greenback auf breiter Front getroffen hat.
Das Schweizer Bundesamt für Statistik gab am Freitag bekannt, dass der Einzelhandelskonsum im März im Jahresvergleich um 0,5 % gestiegen ist, was leicht über dem Wachstum von 0,4 % im Februar liegt, aber deutlich unter dem von Marktanalysten prognostizierten Anstieg von 1 % liegt. Auf Jahresbasis sind die gesamten Einzelhandelsumsätze um 0,1 % zurückgegangen.
Darüber hinaus hat eine angebliche Intervention der japanischen Behörden, die darin bestand, US-Dollar zur Stützung des japanischen Yen (JPY) zu verkaufen, den US-Dollar am Freitag gegenüber seinen Hauptwährungskollegen fallen lassen.
Das japanische Finanzministerium soll am Donnerstag in die Devisenmärkte eingegriffen haben, nachdem Finanzminister Satsuki Katayama Kommentare abgegeben hatte, in denen er vor sofortigen Maßnahmen warnte. Der USD/JPY wertete am Donnerstag um etwa 2,4 % ab, was den US-Dollar auf breiter Front nach unten drückte und einen Rückgang des USD/CHF um mehr als 1 % auslöste.
Es wird angenommen, dass die japanischen Behörden am Freitag erneut gehandelt haben und dabei die geringen Handelsvolumina aufgrund des Feiertags am 1. Mai ausgenutzt haben. Der USD/JPY verlor während der frühen europäischen Sitzung innerhalb weniger Sekunden 0,8 %, was auf dem gesamten Markt nachhallte.
Wirtschaftsindikator
Reale Einzelhandelsumsätze (im Jahresvergleich)
Die von der veröffentlichten Einzelhandelsumsätze Schweizerisches Bundesamt für Statistik misst monatlich die Menge der von Detailhändlern in der Schweiz verkauften Waren. Veränderungen der Einzelhandelsumsätze gelten weithin als Indikator für die Verbraucherausgaben. Prozentuale Änderungen spiegeln die Änderungsrate dieser Verkäufe wider, wobei der Vorjahreswert die Verkaufsmengen im Referenzmonat mit denen des gleichen Monats im Vorjahr vergleicht. Im Allgemeinen wird ein hoher Wert als bullisch für den Schweizer Franken (CHF) angesehen, während ein niedriger Wert als bärisch angesehen wird.

