Die Ölpreise fielen gestern, während die Aktien zulegten, was teilweise auf die Zuflüsse zum Monatsende zurückzuführen sein könnte. Aber zu Beginn des neuen Tages sehen wir immer noch, dass sich die Aktien an diesem Tag bislang stabiler halten. Da die europäischen Märkte geschlossen sind, dürfte die Sitzung gedämpfter verlaufen, aber die US-Futures halten die Gewinne von gestern, während wir auf den letzten Teil der Woche blicken.
S&P-500-Futures sind um 0,1 % gestiegen, während Nasdaq-Futures nur geringfügig um 0,1 % niedriger sind und Dow-Futures an diesem Tag um 0,2 % gestiegen sind. Für die Woche selbst rechnen wir weiterhin mit einer positiveren Entwicklung, da der S&P 500 die fünfte Woche in Folge mit Gewinnen rechnen will.
Und all dies geschieht, obwohl sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter hinzieht, da die Gespräche zwischen beiden Seiten weiterhin ins Stocken geraten. Hinzu kommt, dass die Straße von Hormus weiterhin gesperrt ist und es voraussichtlich in der zehnten Woche in Folge zu Störungen kommen wird. Dies untermauert die Ölpreise, wobei Brent-Rohöl über den Tag um 1 % auf 111,50 $ und WTI-Rohöl über den Tag um 0,5 % auf 105,63 $ zulegte. Beide dürften in dieser Woche etwa 11 % zulegen.
Wenn Pessimismus so aussieht, kann ich mir nicht vorstellen, welche gewaltige Kundgebung folgen wird, wenn die USA und der Iran sich darauf einigen, sich als nächstes zusammenzusetzen und erneut zu reden.
Es ist verwirrend zu sehen, dass die Anleger an der Art von Kurs festhalten, den wir in den letzten Wochen beobachten, obwohl sich an den Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran nichts wirklich geändert hat.
Die neuesten Nachrichten besagen, dass Iran im Laufe des Tages möglicherweise einen überarbeiteten Friedensvorschlag an die USA senden könnte, da der Waffenstillstand weiterhin in der Schwebe ist. US-Präsident Trump hat versucht, den Märkten und der Weltöffentlichkeit zu versichern, dass die Gespräche trotz des ins Stocken geratenen Anscheins voranschreiten und nur er und eine „Handvoll andere“ wissen, was hinter den Kulissen passiert.
Im Moment scheint es, als würden auch die Märkte ihm beim Wort vertrauen. Doch in der Zwischenzeit nimmt der Druck auf die Weltwirtschaft weiter zu, da höhere Energiepreise die Haushalte belasten und die Inflationsaussichten voraussichtlich entgleisen lassen.

