Der Kryptomarkt stieg am Freitag um rund 1,2 %, wobei die Gesamtmarktkapitalisierung zunahm, da eine Welle von Short-Liquidationen und eine stärkere technologiebedingte Risikostimmung die Preise trotz anhaltender geopolitischer Spannungen in die Höhe trieben.
Zusammenfassung
- Der Krypto-Markt steigt, da über 140 Millionen US-Dollar an Liquidationen, etwa 70 % Shorts, einen Short Squeeze auslösen, während Bitcoin bei etwa 77.000 US-Dollar liegt.
- US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen anhaltende Zuflüsse von mehr als 200 Millionen US-Dollar pro Tag, was die Preise trotz anhaltender Spannungen zwischen den USA und Iran und einem Ölpreis von fast 110 US-Dollar stützt.
- Die Aktien von Alphabet Inc. steigen um ca. 10 %, was zu einem Anstieg globaler Technologieaktien und kryptobezogener Aktien wie Coinbase und MicroStrategy führt.
Bitcoin (BTC) kletterte um etwa 1,5 % und handelte nahe der 77.000-Dollar-Marke, nachdem es sich von den jüngsten Tiefstständen erholt hatte, während Ethereum (ETH) legte um etwa 1 % zu und pendelte bei etwa 2.200 $. Wichtige Altcoins wie XRP (XRP), BNB (BNB) und Solana (SOL) stiegen ebenfalls um 1–2 %, was eine breitere Erholung im gesamten Markt widerspiegelt.
Der Anstieg war größtenteils auf einen Short Squeeze an den Derivatemärkten zurückzuführen. Mehr als 150 Millionen Dollar in Krypto-Positionen wurden in den letzten 24 Stunden liquidiert, wobei etwa 70 % davon an Short-Positionen gebunden waren. Die erzwungene Auflösung bärischer Wetten verstärkte den Aufwärtsdruck, da die Händler sich beeilten, ihre Positionen abzudecken.
Die Erholung erfolgt, obwohl die geopolitischen Risiken weiterhin hoch sind, insbesondere im Zusammenhang mit der Pattsituation zwischen den USA und dem Iran.
Irans Präsident Masoud Pezeshkian sagte Die US-Marinepräsenz in der Nähe iranischer Häfen stellt eine „Ausweitung der Militäroperationen“ dar und nennt sie „untragbar“. US-Präsident Donald Trump fügte hinzu, dass Washington „möglicherweise die Wiederaufnahme der militärischen Maßnahmen“ brauche, bot aber nur begrenzte Transparenz über den Stand der Verhandlungen.
Trotz dieser Entwicklungen zeigten die Märkte Anzeichen von Widerstandsfähigkeit, was darauf hindeutet, dass ein Großteil des geopolitischen Risikos vorerst bereits eingepreist sein könnte. Die Ölpreise blieben hoch, stabilisierten sich jedoch nach der jüngsten Volatilität im Zusammenhang mit den Spannungen in der Straße von Hormus. Brent-Rohöl blieb in der Nähe der Spanne von 110 bis 111 US-Dollar pro Barrel, während WTI-Rohöl knapp unter diesem Niveau gehandelt wurde und sich damit leicht von den jüngsten Spitzen abschwächte, die Befürchtungen über Versorgungsunterbrechungen geweckt hatten.
Gleichzeitig gaben die Vermögenswerte als sichere Häfen nach. Gold rutschte während der Sitzung um über 1 % ab, während Silber ebenfalls nachgab, was auf eine teilweise Rotation zurück in Risikoanlagen hindeutet. Diese Verschiebung bot den Kryptomärkten zusätzliche Unterstützung.
Die Rallye von Alphabet Inc. beflügelt Technologie- und Krypto-Aktien
Die allgemeine Marktstimmung verbesserte sich deutlich, nachdem die Aktien von Alphabet Inc. um etwa 10 % zulegten, nachdem die Gewinne aus den Cloud- und KI-Segmenten höher ausfielen als erwartet. Der Schritt steigerte den Marktwert um Hunderte Milliarden Dollar und steigerte die globalen Technologieaktien.
Die Rallye erstreckte sich auch auf die asiatischen Märkte, wo technologielastige Indizes wie der Nikkei 225 zulegten, was den risikofreudigen Ton in allen Anlageklassen verstärkte.
Auch kryptogebundene Aktien folgten dieser Entwicklung. Die Aktien von Coinbase und MicroStrategy stiegen parallel zur Erholung von Bitcoin, was das erneute Interesse der Anleger an einem Engagement in digitalen Vermögenswerten widerspiegelt. Auch Bergbauaktien verzeichneten Zuwächse, da die steigenden Preise und die Stimmung den Sektor stützten.
Während der jüngste Schritt auf eine kurzfristige Verbesserung der Stimmung hindeutet, stellen Analysten fest, dass die Kryptomärkte weiterhin sehr empfindlich auf weitere Entwicklungen der Spannungen zwischen den USA und Iran, Ölpreisbewegungen und Veränderungen der globalen Liquiditätsbedingungen reagieren.

