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Santander-Bank (LSE:BNC) Aktien waren in letzter Zeit in Aufruhr. Tatsächlich hätte jeder, der vor nur drei Jahren 7.500 Pfund in die spanische Bank gesteckt hat, heute rund 25.500 Pfund vor Dividenden übrig.
Das ist offensichtlich ein tolles Ergebnis für die Aktionäre. Was hat Santander zum Erfolg geführt? Und ist im Tank vielleicht noch Platz für weitere leckere Zuwächse?
Drei Hauptgründe
Rückblickend ist diese Rekordrendite das Ergebnis höherer Zinssätze, aggressiver Kostensenkungen und massiver Kapitalrenditen für die Aktionäre.
Höhere Zinssätze bedeuten, dass Santander von größeren Margen profitiert hat – höhere Gebühren für Kredite bei gleichzeitig relativ niedrigen Einlagenkosten. Im Jahr 2025 Reingewinn stieg um 12 % auf 14,1 Mrd. Euro (16 % in konstantem Euro) und markierte damit das vierte Rekordjahr in Folge für die Bank.
In den letzten drei Jahren hat Santander sein Kosten-Ertrags-Verhältnis von 45,8 % auf 41,2 % gesenkt. Dies zeigt, dass die Bank insbesondere durch den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) schlanker und effizienter wird.
Bis 2028 geht die Bank davon aus, durch Daten- und KI-Initiativen jährlich einen Geschäftswert von mehr als 1 Milliarde Euro (Kosteneinsparungen plus Umsatz) zu generieren und damit rund 1 Prozentpunkt zur Kosten-Ertrags-Verbesserung der Gruppe beizutragen.
Santander 2026 Investorentag
Im Hinblick auf die Rendite für die Aktionäre hat Santander diese aggressiv gesteigert. Einmal 5 Milliarden Euro Aktienrückkauf Nachdem der im Februar angekündigte Rückkauf abgeschlossen ist, wird der Kreditgeber seit 2021 rund 18 % seiner ausstehenden Aktien zurückgekauft haben.
Eine solche Reduzierung der Aktienanzahl ist in mehrfacher Hinsicht aktionärsfreundlich:
- Jeder verbleibende Anteil stellt nun einen größeren Prozentsatz der Gesamtaktiva und künftigen Erträge der Bank dar
- Der Gewinn je Aktie (EPS) wird in der Regel gesteigert
- Ständiger Kaufdruck kann den Aktienkurs stützen
- Rückkäufe können die Dividende pro Aktie erhöhen
Insgesamt haben höhere Zinsen, Rekordgewinne, steigende Dividenden und massive Rückkäufe die Aktie in Aufruhr versetzt.
Einige Risiken, an die Sie sich erinnern sollten
Mit Blick auf die Zukunft ist es unrealistisch, einen weiteren Anstieg des Aktienkurses um mehr als 200 % zu erwarten. Die Zinsen sollten sich stabilisieren oder sogar etwas sinken, was die Nettozinsmarge möglicherweise etwas schwächen könnte.
Unterdessen ist ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,7 nicht niedrig und die prognostizierte Dividendenrendite von 3,1 % ist nicht so hoch wie bei vielen anderen Bankaktien, die es heute gibt.
Dann besteht die Möglichkeit einer globalen Rezession, ausgelöst durch Nahrungsmittelinflation und höhere Energiekosten. Dies könnte die Betriebskosten der Bank erhöhen und gleichzeitig die Kreditvergabe dämpfen.
Ist die Aktie noch einen Blick wert?
Trotz alledem bin ich immer noch recht optimistisch, was die Bankaktie angeht, insbesondere nach der jüngsten Präsentation zum Investorentag.
Bis 2028 will Santander mehr als 210 Millionen Kunden erreichen, gegenüber 165 Millionen im Jahr 2023. Das Unternehmen hat wichtige Akquisitionen in Großbritannien (TSB) und den USA (Webster Financial) getätigt und baut seine Präsenz in Lateinamerika (wo Dutzende Millionen noch immer kein oder nur unzureichendes Bankkonto haben) aus.
Weitere Ziele für 2028 sind ein Gewinn von mehr als 20 Milliarden Euro und ein jährliches zweistelliges EPS-Wachstum bis dahin. Der Kreditgeber plant außerdem, die Bardividende pro Aktie gegenüber 2025 mehr als zu verdoppeln, indem er einen größeren Teil der Ausschüttungsquote von Rückkäufen auf Dividenden verlagert.
Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass Stander die Heldentaten der letzten drei Jahre in absehbarer Zeit wiederholen wird, denke ich dennoch, dass es sich zum jetzigen Zeitpunkt lohnt, einen Blick darauf zu werfen.

