Das Wall Street Journal berichtet, dass die iranischen und US-amerikanischen Vermittler ein einseitiges Memorandum mit 14 Punkten zur Beendigung des Krieges ausarbeiten. Das Memorandum würde einen Rahmen für einen einmonatigen Gesprächszeitraum abstecken.
- Die Gespräche in Pakistan würden bereits nächste Woche wieder aufgenommen.
- Sagt, dass Iran seine Bereitschaft zur Diskussion seines Atomprogramms zum Ausdruck gebracht habe.
- Quellen fügten hinzu, dass Einzelheiten über die Dauer einer etwaigen Aussetzung der Urananreicherung durch Iran oder die mögliche Entfernung von angereichertem Uran aus dem Land sowie die Behauptung Irans, eine dauerhafte Rolle bei der Überwachung der Straße von Hormus zu übernehmen, ungeklärt bleiben und voraussichtlich etwaige Gespräche erschweren werden.
Der letzte Punkt birgt große Unsicherheit. Die Störungen rund um die Straße von Hormus sind sowohl zu einem wirtschaftlichen Würgegriff als auch zu einem wichtigen Verhandlungshebel geworden, mit Auswirkungen, die weit über den Iran hinausreichen. Höhere Öl- und Benzinpreise führen weltweit zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten und erhöhen gleichzeitig den Druck im Iran selbst. In diesem Sinne kann davon ausgegangen werden, dass beide Seiten den wirtschaftlichen und politischen Schmerz des anhaltenden Konflikts auf sich nehmen.
Für Präsident Trump geht es bei den Risiken weniger um das unmittelbare wirtschaftliche Überleben als vielmehr um den politischen Kalender. Wenn die Zwischenwahlen näher rücken, könnten anhaltende Instabilität oder steigende Energiepreise politische Schwachstellen schaffen und möglicherweise andere sensible Themen erneut aufwerfen, die die Regierung lieber nicht in die Schlagzeilen bringen möchte. Infolgedessen besteht wahrscheinlich ein starker Anreiz für das Weiße Haus, eher früher als später irgendeine Form einer positiven Entwicklung oder eines diplomatischen Fortschritts sicherzustellen.

