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Das habe ich bereits Anfang Januar vorhergesagt FTSE AIM 100 Raumlager Filtronic (LSE: FTC) würde im Jahr 2026 in die Höhe schnellen. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass die Entscheidung getroffen wurde – seit Jahresbeginn ist sie um etwa 130 % gestiegen, und wir befinden uns erst im Mai!
Ist die Wachstumsaktie nach diesen starken Zuwächsen immer noch eine Überlegung wert? Lassen Sie uns diskutieren.
Zwei neue Deals angekündigt
Aus operativer Sicht ist Filtronic – das auf fortschrittliche drahtlose Kommunikationslösungen spezialisiert ist – weiterhin auf Erfolgskurs. Kürzlich wurden mehrere neue Deals angekündigt.
Beispielsweise gab das Unternehmen am 26. März einen 8-Millionen-Dollar-Vertrag mit einem US-Unternehmen bekannt, der Verstärker für die Satellitenkommunikation entwerfen, entwickeln, produzieren und qualifizieren soll. Kurz darauf, am 1. April, gab das Unternehmen bekannt, dass es von einem großen europäischen Verteidigungsminister für die Anfangsphase eines neuen Technologieprogramms ausgewählt worden sei und einen ersten Auftrag für Breitbandlösungen im Wert von 0,4 Millionen Pfund erhalten habe.
Diese Deals sind zweifellos ermutigend. Sie signalisieren, dass die Technologie des Unternehmens gefragt ist.
Die Aktie ist jetzt teuer
Wenn ich das Unternehmen jedoch aus Investitionsperspektive betrachte, habe ich heute einige Bedenken. Ich bin nicht mehr so optimistisch wie noch im Januar.
Ein Problem für mich ist, dass der Aktienkurs inmitten der Aufregung um Weltraumaktien in sehr kurzer Zeit stark gestiegen ist (der Börsengang von SpaceX hat dies angeheizt). Infolgedessen ist die Bewertung des Unternehmens mittlerweile extrem hoch.
Derzeit prognostizieren City-Analysten einen Gewinn je Aktie von 3,69 Pence für das am 1. Juni 2026 beginnende Jahr. Beim heutigen Aktienkurs von 404 Pence haben wir also einen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)-Verhältnis von 109.
Im Januar war ich mit einem KGV von etwa 50 zufrieden. Aber bei etwa 110 ist das Risiko hier sehr hoch.
Ich werde darauf hinweisen Analysten bei Berenberg hat kürzlich sein Kursziel auf 360 Pence angehoben (nicht weit unter dem aktuellen Preis), sodass sie die aktuelle Bewertung offenbar als gerechtfertigt ansehen. Persönlich halte ich es allerdings für überfordert.
Insider verkaufen Aktien
Ein weiteres Problem für mich ist, dass Direktoren in letzter Zeit Aktien verkauft haben. Im April trennten sich drei verschiedene Direktoren von Aktien.
Heutzutage verkaufen Insider Aktien aus vielen Gründen (z. B. um ein Haus zu kaufen, Steuern zu zahlen, Schul-/Universitätsgebühren zu bezahlen). Wenn jedoch mehrere Insider gleichzeitig Aktien verkaufen, kann das ein Warnsignal sein.
Es ist erwähnenswert, dass unter den Verkäufern auch der CFO und der Vorstandsvorsitzende waren. Dabei handelt es sich um hochrangige Insider, die wahrscheinlich über die meisten Informationen über das Unternehmen verfügen.
Lohnt es sich trotzdem?
Angesichts der hohen Bewertung und der Insiderverkäufe halte ich die Aktie heute nicht für eine Überlegung. Meiner Meinung nach ist das Risiko-Ertrags-Verhältnis auf dem aktuellen Niveau nicht attraktiv.
Sollte es jedoch zu einem erheblichen Rückgang der Aktie kommen (z. B. um 240 Pence auf 270 Pence), könnte dies eine Überlegung wert sein. Denn es besteht kein Zweifel daran, dass das Unternehmen langfristiges Wachstumspotenzial hat.

