Das US-Repräsentantenhaus stimmte mit 212 zu 212 Stimmen über ein Gesetz zur Einschränkung von Trumps Iran-Kriegsbefugnissen überein, wobei drei Republikaner abwanderten, da die Kosten des Konflikts 29 Milliarden US-Dollar erreichten und die Gaspreise die Republikaner vor den Zwischenwahlen belasteten. Tatsächlich ist es ein Sieg für Trump. Schmaler geht es allerdings nicht.
Zusammenfassung:
Entsprechend Politisch Berichterstattung über die Abstimmung im Repräsentantenhaus und die damit verbundenen Kongressaktivitäten:
- Das Repräsentantenhaus stimmte mit 212 zu 212 Stimmen für ein Gesetz zur Einschränkung von Trumps Kriegsbefugnissen gegenüber dem Iran und lehnte damit die Maßnahme ab, was jedoch die bisher höchste Zahl republikanischer Abtrünniger darstellt
- Das Pentagon teilte den Gesetzgebern mit, dass der Iran-Konflikt bisher 29 Milliarden US-Dollar gekostet habe, gegenüber 25 Milliarden US-Dollar im Vormonat
- Laut Aussage des Chefs des US-Zentralkommandos schreckt der Iran weiterhin die Handelsschifffahrt durch die Straße von Hormus ab und verschafft ihm damit Einfluss auf die laufenden Friedensgespräche
- Trump beschrieb am Montag einen Waffenstillstand mit dem Iran als „lebenserhaltend“, da die Friedensverhandlungen ins Stocken gerieten
- Der Senat hat seit Beginn des Konflikts sieben Mal ähnliche Kriegsbefugnisgesetze abgelehnt
Das US-Repräsentantenhaus ist knapp daran gescheitert, ein Gesetz zu verabschieden, das die Kriegsbefugnisse von Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran einschränkt. Mit einer Stimmengleichheit von 212 zu 212 wurde die Maßnahme abgelehnt, obwohl die Zahl der republikanischen Abtrünnigen zunimmt, während sich der Konflikt hinzieht.
Drei Republikaner brachen mit ihrer Partei ab, um den Gesetzentwurf zu unterstützen, was die immer schwieriger werdende Kriegspolitik in umkämpften Bezirken vor den Zwischenwahlen im November widerspiegelt. Ein einzelner Demokrat stimmte gegen die Maßnahme.
Das Ergebnis war die erste Abstimmung im Repräsentantenhaus über den Iran, seit der Konflikt die in der War Powers Resolution von 1973 festgelegte 60-Tage-Schwelle überschritten hatte, die vorschreibt, dass nicht genehmigte Militäroperationen innerhalb dieses Zeitfensters abgeschlossen werden müssen. Die Trump-Administration argumentiert, dass eine Waffenstillstandsvereinbarung die Frist hinfällig mache, obwohl Trump selbst am Montag zugab, dass der Waffenstillstand auf „Lebenserhaltungsmaßnahmen“ beruhte, da die Friedensgespräche mit dem Iran ins Stocken gerieten.
Die finanziellen Folgen des Krieges steigen weiter. Pentagon-Beamte teilten den Gesetzgebern diese Woche mit, dass der Konflikt bisher 29 Milliarden US-Dollar gekostet habe, ein Anstieg gegenüber den 25 Milliarden US-Dollar, die dem Kongress nur einen Monat zuvor mitgeteilt wurden. An der militärischen Front deutete die Aussage des Chefs des US-Zentralkommandos darauf hin, dass die Fähigkeiten Irans zwar erheblich geschwächt wurden, das Land jedoch weiterhin in der Lage ist, die Straße von Hormus zu bedrohen, den kritischen Schifffahrtsengpass, durch den ein erheblicher Teil des weltweiten Öls fließt. Die anhaltenden Warnungen Irans halten Handelsschiffe von der Meerenge fern und verschaffen ihm so Einfluss auf die laufenden Verhandlungen.
Der politische Hintergrund spitzt sich zu. Die steigenden Benzinpreise sind für die Republikaner zu einer Belastung geworden, und die Unbeliebtheit des Krieges in Swing Districts zeigt sich allmählich in den Abstimmungsergebnissen. Der Senat hat seit Beginn der Kämpfe sieben Mal ein Gesetz über Kriegsbefugnisse abgelehnt, obwohl die Unterstützung der Republikaner für eine Beendigung des Konflikts auch dort zugenommen hat.
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Die Straße von Hormus bleibt ein kritischer Druckpunkt für die globalen Ölmärkte, und Hinweise darauf, dass der Iran die Handelsschifffahrt durch die Wasserstraße weiterhin abschreckt, deuten auf ein anhaltendes Versorgungsrisiko hin. Ein langwieriger Konflikt ohne klare Lösung sorgt dafür, dass in den Rohölpreisen eine Risikoprämie verankert bleibt, mit Folgewirkungen auf die Treibstoffkosten und die allgemeine Inflation. Die politischen Spaltungen der Republikaner im Zusammenhang mit dem Krieg erhöhen die Unsicherheit über die politischen Aussichten der USA und könnten die Bemühungen, die Pattsituation durch Verhandlungen zu lösen, erschweren. Da die Gaspreise bereits auf der Regierung lasten, würde jede Eskalation oder Unterbrechung der Schifffahrt diesen Druck erheblich verstärken.

