Der Hammack der Fed ist ein Falke, daher ist es keine große Überraschung, dass sie den heutigen Arbeitsmarktbericht hervorhebt, aber es ist ein bemerkenswertes Zeichen dafür, aus welcher Richtung der Wind auf die Fed-Politik weht.
Sie schrieb:
Das Inflationsziel der Federal Reserve liegt bei 2 Prozent.
Diese Zahl ist nicht nur theoretisch; Preisstabilität ist eine Grundlage für Unternehmen, Verbraucher und Investoren, um fundierte wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen. Dies ist auf lange Sicht der Schlüssel zu Wirtschaftswachstum und maximaler Beschäftigung.
Auch wenn ich nie zu viel Wert auf einen einzelnen Datenpunkt lege, bestätigt der heutige Stellenbericht erneut, dass der Arbeitsmarkt in etwa im Gleichgewicht zu sein scheint. Die weiterhin stabile Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent entspricht in etwa meiner Definition von Vollbeschäftigung.
Im Gegensatz dazu erzählt die Inflation eine andere Geschichte. Sie ist hoch und wird weiter steigen, und ich glaube, dass eine anhaltend hohe Inflation die größere Sorge darstellt.
Wenn ich im Distrikt unterwegs bin, höre ich immer wieder von Leuten, dass sie nicht glauben, dass sich die Dinge in absehbarer Zeit bessern werden. Es wäre eine schlechte Entwicklung, wenn Verbraucher, Unternehmen und Finanzmärkte in Zukunft mit einer höheren Inflation rechnen würden. Eine solche Verschiebung der Erwartungen würde entschlossenes Handeln erfordern.
Angesichts der Unsicherheiten hinsichtlich der Wirtschaftsaussichten ist es heute sinnvoll, die Zinssätze stabil zu halten. Wenn sich die jüngsten Trends jedoch fortsetzen, könnte es bald angebracht sein, zu handeln.
Die Sache ist, dass es sich nicht nur um einen einzelnen Datenpunkt handelte, da Revisionen auch die Jobdrucke für März und April wesentlich verbessern. Dies ist das Bild eines sich verbessernden Arbeitsmarktes, der nicht nur „im Gleichgewicht“ ist.
Die Frage, die ihren Kommentaren zugrunde liegt, lautet: Wie schnell ist es möglicherweise angebracht, bald zu handeln? Der Markt erwägt nun eine Zinserhöhung im September, die zu 44 % eingepreist ist. Das ist ein großer Sprung gegenüber dem Niveau vor dem NFP. Auch eine Erhöhung im Dezember ist inzwischen vollständig eingepreist. Am Zinsmarkt stiegen die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen heute um 9,8 Basispunkte auf 4,15 %.

