Der USD/CHF baut seine Gewinne zum zweiten Mal in Folge aus und wird am Montag während der asiatischen Handelszeiten bei etwa 0,7970 gehandelt. Das Paar gewinnt an Boden, da der US-Dollar (USD) angesichts der gestiegenen Nachfrage nach sicheren Häfen stabil bleibt, nachdem das israelische Militär bekannt gab, dass eine Rakete vom Jemen auf israelisches Territorium abgefeuert worden sei, die von seinen Luftabwehrsystemen abgefangen wurde.
Der Guardian berichtete, dass nach dem Angriff aus dem Jemen in Tel Aviv Luftangriffssirenen heulten. Die Vergeltungsangriffe aus dem Jemen, dessen Streitkräfte, die Huthi, vom Iran unterstützt werden, spiegeln den erneuten Ausbruch der Konflikte im Nahen Osten wider.
Die BBC berichtete am Montag, dass die israelischen Streitkräfte (IDF) nach einer auf Nordisrael gerichteten iranischen Raketensalve Berichten zufolge militärische Ziele im Iran angegriffen hätten. Zu dieser Eskalation kam es, obwohl US-Präsident Donald Trump frühere israelische Angriffe in Beirut kritisierte und sich aktiv für eine diplomatische Lösung zwischen Premierminister Netanjahu und Teheran einsetzte.
Zuvor hatte der Iran mehrere Raketen auf Israel abgefeuert, um vor weiteren Militäraktionen im Libanon zu warnen und mit einem brüchigen Waffenstillstand angesichts der festgefahrenen Friedensverhandlungen zu drohen. Obwohl das israelische Militär berichtete, dass alle ankommenden Raketen erfolgreich und ohne Verluste abgefangen wurden, erschütterte die Eskalation die Energiemärkte erheblich.
Der Greenback erhielt Unterstützung, nachdem stärker als erwartete US-Beschäftigungsdaten die Erwartungen bestärkten Federal Reserve (Fed) könnte das Interesse wecken Tarife später in diesem Jahr. Die US-amerikanischen Nonfarm Payrolls (NFP) stiegen im Mai um 172.000 Arbeitsplätze, verglichen mit 179.000 (revidiert von 115.000) im vorherigen Messwert, und die Arbeitslosenquote blieb im gleichen Zeitraum bei 4,3 %.
Der Schweizer Franken (CHF) schwächte sich gegenüber dem US-Dollar ab, nachdem die Inflation im Mai bei 0,6 % lag, womit die Prognose von 0,8 % verfehlt wurde und die Erwartungen an eine Zinserhöhung gedämpft wurden. Trotz des leichten Anstiegs stellte der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Martin Schlegel, fest, dass der Inflationsdruck mittelfristig stabil bleibe. Daher gehen Anleger nun davon aus, dass die SNB ihren Leitzins bis 2026 stabil bei 0 % halten wird.
Häufig gestellte Fragen zum Schweizer Franken
Der Schweizer Franken (CHF) ist die offizielle Währung der Schweiz. Sie gehört zu den zehn meistgehandelten Währungen weltweit und erreicht ein Volumen, das die Größe der Schweizer Wirtschaft bei weitem übersteigt. Sein Wert wird unter anderem durch die allgemeine Marktstimmung, die wirtschaftliche Verfassung des Landes oder die Maßnahmen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bestimmt. Zwischen 2011 und 2015 war der Schweizer Franken an den Euro (EUR) gekoppelt. Die Wechselkursbindung wurde abrupt aufgehoben, was zu einer Wertsteigerung des Frankens um mehr als 20 % führte und zu Turbulenzen auf den Märkten führte. Auch wenn die Bindung nicht mehr in Kraft ist, korrelieren die CHF-Vermögen aufgrund der hohen Abhängigkeit der Schweizer Wirtschaft von der benachbarten Eurozone tendenziell stark mit denen des Euro.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt als sicherer Hafen bzw. als eine Währung, die Anleger in Zeiten angespannter Märkte tendenziell kaufen. Dies liegt an der wahrgenommenen Stellung der Schweiz in der Welt: Eine stabile Wirtschaft, ein starker Exportsektor, hohe Zentralbankreserven oder eine langjährige politische Haltung zur Neutralität in globalen Konflikten machen die Landeswährung zu einer guten Wahl für risikoscheue Anleger. Turbulente Zeiten dürften den Wert des CHF gegenüber anderen Währungen stärken, deren Anlage als riskanter angesehen wird.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) trifft sich viermal im Jahr – einmal im Quartal, seltener als andere große Zentralbanken –, um über die Geldpolitik zu entscheiden. Die Bank strebt eine jährliche Inflationsrate von weniger als 2 % an. Wenn die Inflation über dem Zielwert liegt oder in absehbarer Zukunft voraussichtlich über dem Zielwert liegen wird, wird die Bank versuchen, den Preisanstieg durch eine Erhöhung ihres Leitzinses einzudämmen. Höhere Zinssätze wirken sich im Allgemeinen positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie zu höheren Renditen führen und das Land für Investoren attraktiver machen. Im Gegenteil tendieren niedrigere Zinssätze dazu, den CHF zu schwächen.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in der Schweiz ist für die Beurteilung der Wirtschaftslage von entscheidender Bedeutung und kann sich auf die Bewertung des Schweizer Frankens (CHF) auswirken. Die Schweizer Wirtschaft ist im Großen und Ganzen stabil, aber jede plötzliche Veränderung des Wirtschaftswachstums, der Inflation, der Leistungsbilanz oder der Währungsreserven der Zentralbank kann zu Schwankungen des CHF führen. Im Allgemeinen sind ein hohes Wirtschaftswachstum, eine niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Vertrauen gut für den CHF. Wenn umgekehrt die Wirtschaftsdaten auf eine Abschwächung der Dynamik hindeuten, dürfte der CHF abwerten.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der Gesundheit der benachbarten Volkswirtschaften der Eurozone abhängig. Die Europäische Union im weiteren Sinne ist der wichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz und ein wichtiger politischer Verbündeter. Daher ist die makroökonomische und geldpolitische Stabilität in der Eurozone für die Schweiz und damit für den Schweizer Franken (CHF) von wesentlicher Bedeutung. Angesichts dieser Abhängigkeit deuten einige Modelle darauf hin, dass die Korrelation zwischen dem Schicksal des Euro (EUR) und des CHF mehr als 90 % oder nahezu perfekt beträgt.

