Das USD/CHF-Paar steigt am Montag um etwa 0,30 %, da sich ein umgekehrtes Kopf-Schulter-Chartmuster bestätigt und die Preisbewegung dazu führt, dass der 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) unter dem aktuellen Spotpreis liegt. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels wird das Paar nahe 0,7981 gehandelt.
USD/CHF-Preisprognose: Technischer Ausblick
Seit letztem Freitag ist die Preisbewegung bullisch geworden, nachdem der USD/CHF den 200-Tage-SMA bei 0,7903 durchbrochen hatte, was die Tür für weiteren Aufwärtstrend öffnete. Außerdem bildete sich ein umgekehrtes Kopf-Schulter-Chartmuster, das die Voraussetzungen für weitere Gewinne bereitete.
Das durch den Relative Strength Index (RSI) gemessene Momentum stieg über den 60er-Bereich, bullisch und mit Spielraum, bevor es überkauft wurde. Allerdings könnte das USD/CHF-Paar kurzfristig die Marke von 0,8000 testen.
Wenn das Paar die Marke von 0,8000 überschreitet, wäre der nächste Widerstand das Hoch vom 15. Januar bei 0,8040. Bei weiterer Stärke wäre der nächste Stopp das gemessene Kopf-Schulter-Ziel nahe 0,8045-0,8050, vor dem Tageshoch vom 25. November von 0,8102.
Auf der anderen Seite könnte der USD/CHF-Kurs sinken, wenn die Verkäufer die Preisbewegung unter den 200-Tage-SMA treiben, was die Tür zu einer Herausforderung von 0,7800 öffnet.
USD/CHF-Preisdiagramm – täglich
Häufig gestellte Fragen zum Schweizer Franken
Der Schweizer Franken (CHF) ist die offizielle Währung der Schweiz. Sie gehört zu den zehn meistgehandelten Währungen weltweit und erreicht ein Volumen, das die Größe der Schweizer Wirtschaft bei weitem übersteigt. Sein Wert wird unter anderem durch die allgemeine Marktstimmung, die wirtschaftliche Verfassung des Landes oder die Maßnahmen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bestimmt. Zwischen 2011 und 2015 war der Schweizer Franken an den Euro (EUR) gekoppelt. Die Wechselkursbindung wurde abrupt aufgehoben, was zu einer Wertsteigerung des Frankens um mehr als 20 % führte und zu Turbulenzen auf den Märkten führte. Auch wenn die Bindung nicht mehr in Kraft ist, korrelieren die CHF-Vermögen aufgrund der hohen Abhängigkeit der Schweizer Wirtschaft von der benachbarten Eurozone tendenziell stark mit denen des Euro.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt als sicherer Hafen bzw. als eine Währung, die Anleger in Zeiten angespannter Märkte tendenziell kaufen. Dies liegt an der wahrgenommenen Stellung der Schweiz in der Welt: Eine stabile Wirtschaft, ein starker Exportsektor, hohe Zentralbankreserven oder eine langjährige politische Haltung zur Neutralität in globalen Konflikten machen die Landeswährung zu einer guten Wahl für risikoscheue Anleger. Turbulente Zeiten dürften den Wert des CHF gegenüber anderen Währungen stärken, deren Anlage als riskanter angesehen wird.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) trifft sich viermal im Jahr – einmal im Quartal, seltener als andere große Zentralbanken –, um über die Geldpolitik zu entscheiden. Die Bank strebt eine jährliche Inflationsrate von weniger als 2 % an. Wenn die Inflation über dem Zielwert liegt oder in absehbarer Zukunft voraussichtlich über dem Zielwert liegen wird, wird die Bank versuchen, den Preisanstieg durch eine Erhöhung ihres Leitzinses einzudämmen. Höhere Zinssätze wirken sich im Allgemeinen positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie zu höheren Renditen führen und das Land für Investoren attraktiver machen. Im Gegenteil tendieren niedrigere Zinssätze dazu, den CHF zu schwächen.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in der Schweiz ist für die Beurteilung der Wirtschaftslage von entscheidender Bedeutung und kann sich auf die Bewertung des Schweizer Frankens (CHF) auswirken. Die Schweizer Wirtschaft ist im Großen und Ganzen stabil, aber jede plötzliche Veränderung des Wirtschaftswachstums, der Inflation, der Leistungsbilanz oder der Währungsreserven der Zentralbank kann zu Schwankungen des CHF führen. Im Allgemeinen sind ein hohes Wirtschaftswachstum, eine niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Vertrauen gut für den CHF. Wenn umgekehrt die Wirtschaftsdaten auf eine Abschwächung der Dynamik hindeuten, dürfte der CHF abwerten.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der Gesundheit der benachbarten Volkswirtschaften der Eurozone abhängig. Die Europäische Union im weiteren Sinne ist der wichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz und ein wichtiger politischer Verbündeter. Daher ist die makroökonomische und geldpolitische Stabilität in der Eurozone für die Schweiz und damit für den Schweizer Franken (CHF) von wesentlicher Bedeutung. Angesichts dieser Abhängigkeit deuten einige Modelle darauf hin, dass die Korrelation zwischen dem Schicksal des Euro (EUR) und des CHF mehr als 90 % oder nahezu perfekt beträgt.

