Gold Der Preis (XAU/USD) gewinnt den zweiten Tag in Folge an Boden und wird während der asiatischen Handelszeiten am Montag bei rund 4.103 pro Feinunze gehandelt. Die Goldpreise stiegen, da ein starker Rückgang der Ölpreise die Ängste der Märkte vor Inflation und Zinserhöhungen nachließ, nachdem die militärischen Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran am Wochenende eine Pause eingelegt hatten.
Die Aufmerksamkeit verlagert sich nun auf eine Woche voller wirtschaftlicher Katalysatoren, die neue Marktvolatilität auslösen könnten. Anleger stehen vor einer ungewöhnlich umfangreichen Reihe von Zentralbankentscheidungen, einschließlich Sitzungen der Zentralbank Federal Reserve (Fed), Bank of England (BoE) und Bank of Japan (BoJ) sowie wichtige Inflations- und Wachstumszahlen. Wichtige Veröffentlichungen wie US BIPUS-Kern-PCE-Inflation und CPI-Berichte von Eurozone und Australien dürften die globalen Zinserwartungen stark beeinflussen.
Die diplomatische Landschaft erlebte eine Atempause, nachdem die USA am späten Freitag ihre zweiwöchige Bombenkampagne gegen den Iran eingestellt hatten. Teheran reagierte, indem es zum zweiten Mal in Folge Vergeltungsschläge gegen Washingtons Verbündete im Nahen Osten zurückhielt. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, stellte fest, dass Präsident Donald Trump Raum für mögliche Verhandlungen schaffen wolle, während die US-Streitkräfte weiterhin unter Druck stehen.
Reuters bestätigte diese Haltung und zitierte einen hochrangigen iranischen Beamten, der erklärte, Teherans Politik bleibe „Angriff für Angriff“ – was bedeutet, dass Iran seine Militäroperationen ebenfalls einstellen wird, wenn die US-Angriffe aufhören.
Gold-FAQs
Gold hat in der Geschichte der Menschheit eine Schlüsselrolle gespielt, da es häufig als Wertaufbewahrungsmittel und Tauschmittel genutzt wurde. Abgesehen von seinem Glanz und seiner Verwendung für Schmuck gilt das Edelmetall derzeit weithin als sicherer Hafen, was bedeutet, dass es in turbulenten Zeiten als gute Investition gilt. Gold gilt weithin auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen, da es nicht auf einen bestimmten Emittenten oder eine bestimmte Regierung angewiesen ist.
Zentralbanken sind die größten Goldbesitzer. In ihrem Ziel, ihre Währungen in turbulenten Zeiten zu stützen, neigen Zentralbanken dazu, ihre Reserven zu diversifizieren und Gold zu kaufen, um die wahrgenommene Stärke der Wirtschaft und der Währung zu verbessern. Hohe Goldreserven können eine Vertrauensquelle für die Zahlungsfähigkeit eines Landes sein. Laut Daten des World Gold Council haben die Zentralbanken ihre Reserven im Jahr 2022 um 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar erhöht. Dies ist der höchste jährliche Kauf seit Beginn der Aufzeichnungen. Zentralbanken aus Schwellenländern wie China, Indien und der Türkei erhöhen rasch ihre Goldreserven.
Gold weist eine umgekehrte Korrelation zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen auf, die sowohl wichtige Reserven als auch sichere Häfen darstellen. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis tendenziell, was es Anlegern und Zentralbanken ermöglicht, ihre Vermögenswerte in turbulenten Zeiten zu diversifizieren. Gold korreliert auch umgekehrt mit Risikoanlagen. Eine Rally am Aktienmarkt schwächt tendenziell den Goldpreis, während Ausverkäufe in risikoreicheren Märkten tendenziell das Edelmetall begünstigen.
Der Preis kann aufgrund einer Vielzahl von Faktoren schwanken. Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können aufgrund seines Status als sicherer Hafen schnell zu einer Eskalation des Goldpreises führen. Als ertragsloser Vermögenswert tendiert Gold dazu, bei niedrigeren Zinssätzen zu steigen, während höhere Geldkosten normalerweise das gelbe Metall belasten. Dennoch hängen die meisten Bewegungen davon ab, wie sich der US-Dollar (USD) verhält, wenn der Vermögenswert in Dollar (XAU/USD) bewertet wird. Ein starker Dollar hält den Goldpreis tendenziell unter Kontrolle, wohingegen ein schwächerer Dollar den Goldpreis wahrscheinlich in die Höhe treiben wird.

