Wie allgemein erwartet beließ die Bank of Canada (BoC) ihren Leitzins am Mittwoch unverändert bei 2,25 % und vertrat damit eine neutrale bis leicht gemäßigte Haltung. Die Erklärung und die Pressekonferenz von Gouverneur Tiff Macklem bekräftigten den geduldigen Ansatz, da die politischen Entscheidungsträger weiterhin die anhaltenden Inflationsrisiken gegen eine Wirtschaft abwägen, in der weiterhin ein Überangebot herrscht.
Die Bank geht davon aus, dass sich die Inflation kurzfristig bei rund 3 % bewegen wird, bevor sie sich allmählich wieder ihrem Ziel von 2 % nähert. Beamte bekräftigten außerdem, dass sie sich hauptsächlich mit den Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die Gesamtinflation befassen, und wiesen darauf hin, dass es nur begrenzte Hinweise darauf gibt, dass höhere Energiepreise sich allgemeiner auf die Verbraucherpreise auswirken.
Während der EZB-Rat betonte, er werde nicht zulassen, dass höhere Energiekosten zu einer Quelle anhaltender Inflation werden, gab es kaum Anzeichen dafür, dass eine politische Reaktion unmittelbar bevorsteht. Die politischen Entscheidungsträger wiesen auch auf eine wahrscheinliche Erholung des Wachstums im zweiten Quartal hin, warnten jedoch davor, dass die Wirtschaftsaktivität schwach bleibe und die Unsicherheit über die US-Handelspolitik weiterhin bestehe.
Während seiner Pressekonferenz betonte Macklem, dass jeder künftige politische Schritt von den wirtschaftlichen Bedingungen und nicht von einem vorgegebenen Zeitplan abhängen werde. Er stellte fest, dass die Kerninflation leicht gesunken sei, bekräftigte, dass die wirtschaftliche Schwäche weiterhin die Preise belaste, und argumentierte, dass sich seit der letzten Sitzung kaum etwas geändert habe und die eingehenden Daten sich im Großen und Ganzen wie erwartet entwickelten.
Fazit
Während die politischen Entscheidungsträger weiterhin Inflationsrisiken, insbesondere durch die Energiepreise, anerkennen, scheinen sie über vorübergehende Schocks hinwegzusehen, solange der allgemeine Preisdruck begrenzt bleibt.
Vorerst scheint die Bank damit zufrieden zu sein Tarife sind dort, wo sie sein müssen, so dass zukünftige Bewegungen von eingehenden Daten und nicht von einem vorgegebenen Pfad abhängig sind.
Der größte Hinweis war jedoch nicht, was sie über die Inflation sagten, sondern was sie nicht sagten. Es gab keinen Versuch, das Narrativ „Höhere Energiepreise könnten weitere Verschärfungen erfordern“ wiederzubeleben, das nach der letzten Sitzung aufgetaucht war. Stattdessen betonten sie wiederholt die begrenzte Weitergabe, das Überangebot und das Fehlen größerer Datenüberraschungen. Das ist eine Zentralbank, die wohl noch eine ganze Weile dort bleiben wird.

