Silber (XAG/USD) wird am Dienstag praktisch unverändert um die 70,00-Dollar-Marke gehandelt, nachdem es seinen 200-Tage-SMA (Simple Moving Average) zurückerobert hat, während Händler auf die geldpolitische Ankündigung der Federal Reserve (Fed) warten, bevor sie große Richtungswetten abschließen.
Das weiße Metall hat Schwierigkeiten, vom schwächeren US-Dollar (USD) und den niedrigeren Ölpreisen zu profitieren, die unter Druck geraten sind, nachdem die Vereinigten Staaten und der Iran am Wochenende eine Rahmenvereinbarung erzielt haben.
Seit Kriegsbeginn wird Silber eher wie ein zinsempfindlicher Vermögenswert denn wie ein traditioneller Vermögenswert gehandelt sicherer Hafen. Der kriegsbedingte Energieschock veranlasste Händler, ihre Erwartungen zurückzuschrauben Gefüttert Zinssenkungen und sogar die Möglichkeit einer Zinserhöhung später in diesem Jahr, die den XAG/USD um mehr als 30 % gegenüber seinem Vorkriegsniveau fallen ließ.
Nach der Ankündigung des Abkommens zwischen den USA und dem Iran kehrten jedoch allmählich Käufer auf den Markt zurück, da fallende Ölpreise die Inflationssorgen mildern.
Trotzdem scheinen Händler nicht bereit zu sein, die Preise nach oben zu treiben, und die geldpolitische Ankündigung der Fed dürfte als nächster wichtiger Auslöser für die Entscheidung darüber dienen, ob dies der Fall ist Silber kann seine Erholung verlängern oder jüngste Gewinne aufgeben.
Technische Analyse:
Auf dem Tages-Chart weist XAG/USD kurzfristig eine rückläufige Tendenz auf, da der Preis unter dem 100-Tage-SMA (Simple Moving Average) von 78,54 US-Dollar liegt, während er nur geringfügig über dem 200-Tage-SMA von 68,74 US-Dollar liegt. Diese Konfiguration deutet darauf hin, dass sich der allgemeine Trend abgeschwächt hat, wobei der 200-Tage-SMA eine vorläufige mittelfristige Unterstützung bietet und der 100-Tage-SMA nun als Overhead-Obergrenze fungiert.
Die Momentumindikatoren zeigen erste Anzeichen einer Stabilisierung. Der Relative Strength Index (RSI) hat sich von einem nahezu überverkauften Niveau auf 45,49 erholt, was darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck nachlässt. Unterdessen bleibt die Moving Average Convergence Divergence (MACD) im negativen Bereich, aber das verblassende rote Histogramm deutet darauf hin, dass die rückläufige Dynamik allmählich nachlässt.
Wenn der 200-Tage-SMA jedoch keine Unterstützung bietet, könnte ein anhaltender Durchbruch darunter die nächste große Unterstützungszone nahe 60,00 US-Dollar freilegen. Auf der Oberseite dürften Erholungsversuche beim 100-Tage-SMA um 78,54 US-Dollar auf anfänglichen Widerstand stoßen. Ein Tagesschluss über diesem Niveau würde die rückläufige Tendenz mildern und die Tür für eine Bewegung in Richtung des nächsten Widerstandsbereichs nahe 90,00 $ öffnen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Häufig gestellte Fragen zu Silber
Silber ist ein unter Anlegern stark gehandeltes Edelmetall. In der Vergangenheit wurde es als Wertaufbewahrungsmittel und Tauschmittel genutzt. Obwohl es weniger beliebt ist als Gold, können Händler auf Silber zurückgreifen, um ihr Anlageportfolio zu diversifizieren, wegen seines inneren Wertes oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation. Anleger können physisches Silber in Münzen oder Barren kaufen oder es über Vehikel wie Exchange Traded Funds handeln, die seinen Preis auf internationalen Märkten verfolgen.
Der Silberpreis kann aufgrund einer Vielzahl von Faktoren schwanken. Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können aufgrund seines Status als sicherer Hafen zu einer Eskalation des Silberpreises führen, wenn auch in geringerem Maße als bei Gold. Als ertragsloser Vermögenswert tendiert Silber dazu, bei niedrigeren Zinssätzen zu steigen. Seine Bewegungen hängen auch davon ab, wie sich der US-Dollar (USD) verhält, wenn der Vermögenswert in Dollar (XAG/USD) bewertet wird. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell in Schach, während ein schwächerer Dollar die Preise wahrscheinlich in die Höhe treiben wird. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Bergbauangebot – Silber kommt viel häufiger vor als Gold – und Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird in der Industrie häufig verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik oder Solarenergie, da es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist – mehr als Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann die Preise erhöhen, während ein Rückgang sie tendenziell senkt. Auch die Dynamik in den Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China verwenden ihre großen Industriesektoren Silber in verschiedenen Prozessen; In Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine entscheidende Rolle bei der Preisgestaltung.
Der Silberpreis folgt tendenziell den Bewegungen von Gold. Wenn der Goldpreis steigt, folgt Silber in der Regel diesem Beispiel, da ihr Status als sicherer Hafen ähnlich ist. Das Gold/Silber-Verhältnis, das die Anzahl der Unzen Silber angibt, die erforderlich sind, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann dabei helfen, die relative Bewertung beider Metalle zu bestimmen. Einige Anleger betrachten eine hohe Quote möglicherweise als Indikator dafür, dass Silber unterbewertet oder Gold überbewertet ist. Im Gegenteil könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.

