Der Schweizer Franken verliert gegenüber dem US-Dollar an Boden der Euro am Montag, da sich die Risikobereitschaft angesichts des Beginns der Gespräche zwischen den USA und Iran verbessert, die von US-Vizepräsident JD Vance als positiv bewertet wurden. Auch eine hawkische Neigung der Federal Reserve und die Schweizerische Nationalbank (SNB), die bereit ist, den Franken zu schwächen, hält den Schweizer Franken den ganzen Tag über unter Druck.
Swissie fällt, da sich die Risikobereitschaft verbessert und der politische Druck zunimmt
Am 17. Juni hielt die Fed ihre letzte geldpolitische Sitzung ab und beschloss, die Zinsen unverändert zu lassen, deutete jedoch an, dass fast die Hälfte ihrer Mitglieder eine weitere Straffung befürworte, was auf den Anstieg der Energiepreise aufgrund des Nahostkonflikts zurückzuführen sei. Obwohl die Verhandlungen noch andauern, haben die Auswirkungen dazu geführt, dass die Inflation über die 3 %-Schwelle gestiegen ist.
Infolgedessen bekräftigte der neu ernannte Fed-Vorsitzende Kevin Warsh das Engagement der Zentralbank für Preisstabilität und machte diese zu einer Priorität für die US-Institution.
Dies führte zu einem Anstieg des USD/CHF-Verhältnisses, zusammen mit der Haltung der SNB, die zeigte, dass sie bereit ist, an den Devisenmärkten zu intervenieren, wenn der CHF stark aufwertet.
Die Entscheidung der SNB wurde letzte Woche getroffen und beibehalten Tarife auf 0% und deutete an, dass man bereit sei, gegen eine „schnelle und übermäßige Aufwertung“ des Franken vorzugehen, die Schweizer Exporte in Fremdwährungen verteuert.
Technische Analyse USD/CHF
Das USD/CHF-Tagesdiagramm zeigt, dass das Paar weiterhin nach oben tendiert, nachdem es das investierte Kopf-Schulter-Musterziel von 0,8042 erreicht hat und kurz davor steht, 0,8100 zu überwinden, wenn es den Tag nahe 0,8090 beendet. Ein Durchbruch der letzteren wird die Marke von 0,8100, dann das Hoch vom 1. August 2025 bei 0,8172 und schließlich 0,8200 freilegen.
Technische Analyse EUR/CHF
Das EUR/CHF-Kreuzpaar ist ebenfalls bullisch ausgerichtet, nachdem es den wichtigen 200-Tage-SMA (Simple Moving Average) bei 0,9223 überwunden hat, was die Tür für weiteren Aufwärtstrend auf ein Zweimonatshoch von 0,9266 öffnete. Ein Durchbruch des letzteren wird das Swing-Hoch vom 21. Januar von 0,9307 freilegen, gefolgt vom bisherigen Jahreshoch (YTD) von 0,9349.

Häufig gestellte Fragen zum Schweizer Franken
Der Schweizer Franken (CHF) ist die offizielle Währung der Schweiz. Sie gehört zu den zehn meistgehandelten Währungen weltweit und erreicht ein Volumen, das die Größe der Schweizer Wirtschaft bei weitem übersteigt. Sein Wert wird unter anderem durch die allgemeine Marktstimmung, die wirtschaftliche Verfassung des Landes oder die Maßnahmen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bestimmt. Zwischen 2011 und 2015 war der Schweizer Franken an den Euro (EUR) gekoppelt. Die Wechselkursbindung wurde abrupt aufgehoben, was zu einer Wertsteigerung des Frankens um mehr als 20 % führte und zu Turbulenzen auf den Märkten führte. Auch wenn die Bindung nicht mehr in Kraft ist, korrelieren die CHF-Vermögen aufgrund der hohen Abhängigkeit der Schweizer Wirtschaft von der benachbarten Eurozone tendenziell stark mit denen des Euro.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt als sicherer Hafen bzw. als eine Währung, die Anleger in Zeiten angespannter Märkte tendenziell kaufen. Dies liegt an der wahrgenommenen Stellung der Schweiz in der Welt: Eine stabile Wirtschaft, ein starker Exportsektor, hohe Zentralbankreserven oder eine langjährige politische Haltung zur Neutralität in globalen Konflikten machen die Landeswährung zu einer guten Wahl für risikoscheue Anleger. Turbulente Zeiten dürften den Wert des CHF gegenüber anderen Währungen stärken, deren Anlage als riskanter angesehen wird.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) trifft sich viermal im Jahr – einmal im Quartal, seltener als andere große Zentralbanken –, um über die Geldpolitik zu entscheiden. Die Bank strebt eine jährliche Inflationsrate von weniger als 2 % an. Wenn die Inflation über dem Zielwert liegt oder in absehbarer Zukunft voraussichtlich über dem Zielwert liegen wird, wird die Bank versuchen, den Preisanstieg durch eine Erhöhung ihres Leitzinses einzudämmen. Höhere Zinssätze wirken sich im Allgemeinen positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie zu höheren Renditen führen und das Land für Investoren attraktiver machen. Im Gegenteil tendieren niedrigere Zinssätze dazu, den CHF zu schwächen.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in der Schweiz ist für die Beurteilung der Wirtschaftslage von entscheidender Bedeutung und kann sich auf die Bewertung des Schweizer Frankens (CHF) auswirken. Die Schweizer Wirtschaft ist im Großen und Ganzen stabil, aber jede plötzliche Veränderung des Wirtschaftswachstums, der Inflation, der Leistungsbilanz oder der Währungsreserven der Zentralbank kann zu Schwankungen des CHF führen. Im Allgemeinen sind ein hohes Wirtschaftswachstum, eine niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Vertrauen gut für den CHF. Wenn umgekehrt die Wirtschaftsdaten auf eine Abschwächung der Dynamik hindeuten, dürfte der CHF abwerten.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der Gesundheit der benachbarten Volkswirtschaften der Eurozone abhängig. Die Europäische Union im weiteren Sinne ist der wichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz und ein wichtiger politischer Verbündeter. Daher ist die makroökonomische und geldpolitische Stabilität in der Eurozone für die Schweiz und damit für den Schweizer Franken (CHF) von wesentlicher Bedeutung. Angesichts dieser Abhängigkeit deuten einige Modelle darauf hin, dass die Korrelation zwischen dem Schicksal des Euro (EUR) und des CHF mehr als 90 % oder nahezu perfekt beträgt.

