Investing.com – Barclays geht davon aus, dass der Dollar-Yen-Wechselkurs um die 160-Marke bleiben wird, da Japan mit politischen Risiken und Kapitalabflüssen konfrontiert ist, die die Bemühungen um Deviseninterventionen zunichte machen.
Die Bank sagte, dass die „Hochdruck-Wirtschaftspolitik“ der Takaichi-Regierung in Kombination mit höheren Ölpreisen den Dollar-Yen-Wechselkurs durch die Inflationsrisikoprämie über seinen Fair-Value-Schätzwert in der Mitte der 140er-Jahre getrieben habe.
Die Dynamik der Devisenströme wirkt sich weiterhin gegen den Yen aus, wobei die Auslandsinvestitionen in Höhe von rund 40 Billionen Yen den Leistungsbilanzüberschuss von rund 20 Billionen Yen übersteigen, was zu anhaltendem Verkaufsdruck führt.
Portfolioverschiebungen japanischer Haushalte in ausländische Vermögenswerte, darunter etwa 10 Billionen Yen pro Jahr über NISA-Konten, und starke ausländische Direktinvestitionen dürften die Kapitalabflüsse hoch halten.
Barclays sagte, dass Deviseninterventionen den Dollar-Yen-Trend angesichts der restriktiven Preispolitik der Federal Reserve wahrscheinlich nicht ändern werden, während die Bank of Japan ihren Zinserhöhungszyklus wahrscheinlich nicht beschleunigen wird.
Die Bank sieht aufgrund des stärkeren Gegenwinds für die japanische Währung das Potenzial, dass der Dollar-Yen seinen Höchststand von 162 im Jahr 2024 durchbricht. Ein Versäumnis oder eine vermeintliche mangelnde Bereitschaft zum Eingreifen könnte den Wechselkurs laut Barclays noch weiter in die Höhe treiben.
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