Der GBP/USD baut seine Gewinne zum zweiten Mal in Folge aus und wird während der asiatischen Handelszeiten am Mittwoch bei etwa 1,3200 gehandelt. Das Währungspaar wertete ab, als der US-Dollar (USD) an Dynamik gewann, angetrieben durch eine Kombination aus robusten inländischen Wirtschaftsdaten und einer komplexen, gemischten geopolitischen Landschaft.
Händler wägen sorgfältig die widersprüchlichen Signale im Zusammenhang mit einem möglichen Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran ab. Während US-Präsident Donald Trump erklärte, dass der Iran „völlig und vollständig“ zugestimmt habe, seine Anlagen für Atominspektionen zu öffnen, dämpfte der iranische Außenminister Abbas Araghchi die Erwartungen schnell und stellte klar, dass substanzielle Verhandlungen über die Atomfrage noch nicht begonnen hätten.
Um diese Spannungen zu verschärfen, warnte der iranische Chefunterhändler, dass die strategische Straße von Hormus nie wieder in ihren Vorkriegsstatus zurückkehren und weiterhin streng unter iranischer Aufsicht stehen werde. Unterdessen nahmen die diplomatischen Bemühungen andernorts zu, als eine neue Runde von in Washington ausgerichteten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon begann, die darauf abzielten, den anhaltenden Konflikt mit der vom Iran unterstützten Hisbollah zu beenden.
Die Stärke des Greenback wurde durch Strong weiter gefestigt makroökonomische Indikatoren das verstärkte das Narrativ des „US-Exzeptionalismus“. Die Schnellschätzung für den US-amerikanischen S&P Global Composite Purchasing Managers’ Index (PMI) vom Juni stieg auf 52,2 und übertraf damit deutlich den Mai-Wert von 51,5 und signalisiert ein gesundes Geschäftswachstum in beiden wichtigen Sektoren. Das verarbeitende Gewerbe zeigte eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit, wobei die Produktion von 55,1 im Vormonat auf 55,7 stieg und damit die Prognosen von 54,8 deutlich übertraf. Gleichzeitig lag der PMI für den Dienstleistungssektor bei 51,3, was einem Anstieg gegenüber dem Mai-Wert von 50,7 entspricht und die Konsensschätzung von 51,0 übertraf, was beweist, dass die Nachfrage in der breiteren Dienstleistungswirtschaft anhaltend bleibt.
Der Britisches Pfund (GBP) fand eine gewisse Stabilität, als die innenpolitischen Ängste nachließen. Die Anleger reagierten positiv auf Anzeichen dafür, dass ein länger andauernder, turbulenter Kampf um die Führung der Labour-Partei nach dem plötzlichen Rücktritt von Keir Starmer wahrscheinlich abgewendet werden würde. Andy Burnham hat sich schnell als klarer Spitzenkandidat für die Führung der Partei herauskristallisiert. Mit der entscheidenden Unterstützung des ehemaligen Gesundheitsministers Wes Streeting konnte das Risiko eines langwierigen, zerstrittenen Kampfes um die Kontrolle erheblich verringert werden, was dem Markt die Gewissheit gibt, dass es zu einem raschen und geordneten politischen Übergang kommen wird.
Häufig gestellte Fragen zum Pfund Sterling
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Laut Daten aus dem Jahr 2022 ist es die am vierthäufigsten gehandelte Einheit für Devisen (FX) weltweit und macht 12 % aller Transaktionen mit einem durchschnittlichen Wert von 630 Milliarden US-Dollar pro Tag aus. Seine wichtigsten Handelspaare sind GBP/USD, auch bekannt als „Cable“, das 11 % der Devisen ausmacht, GBP/JPY oder der „Drache“, wie er von Händlern genannt wird (3 %), und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Pfund Sterling beeinflusst, ist die von der Bank of England festgelegte Geldpolitik. Die BoE stützt ihre Entscheidungen darauf, ob sie ihr primäres Ziel der „Preisstabilität“ – eine konstante Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument zur Erreichung dieses Ziels ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch eine Erhöhung der Zinssätze einzudämmen, wodurch der Zugang zu Krediten für Privatpersonen und Unternehmen teurer wird. Dies ist im Allgemeinen positiv für das GBP, da höhere Zinssätze das Vereinigte Königreich zu einem attraktiveren Ort für globale Anleger machen, ihr Geld zu parken. Wenn die Inflation zu niedrig ist, ist das ein Zeichen dafür, dass sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt. In diesem Szenario wird die BoE erwägen, die Zinssätze zu senken, um Kredite zu verbilligen, sodass Unternehmen mehr Kredite aufnehmen, um in wachstumsfördernde Projekte zu investieren.
Datenveröffentlichungen messen den Zustand der Wirtschaft und können sich auf den Wert des Pfund Sterling auswirken. Indikatoren wie das BIP, die PMIs für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor sowie die Beschäftigung können alle die Richtung des GBP beeinflussen. Eine starke Wirtschaft ist gut für das Pfund Sterling. Dies zieht nicht nur mehr ausländische Investitionen an, sondern könnte auch die BoE dazu ermutigen, die Zinssätze zu erhöhen, was das GBP direkt stärken wird. Andernfalls dürfte das Pfund Sterling bei schwachen Wirtschaftsdaten fallen.
Eine weitere wichtige Datenveröffentlichung für das Pfund Sterling ist die Handelsbilanz. Dieser Indikator misst die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes durch seine Exporte und den Ausgaben, die es für Importe in einem bestimmten Zeitraum ausgibt. Wenn ein Land begehrte Exportgüter produziert, profitiert seine Währung ausschließlich von der zusätzlichen Nachfrage ausländischer Käufer, die diese Waren kaufen möchten. Daher stärkt ein positiver Nettohandelssaldo eine Währung und umgekehrt gilt ein negativer Saldo.

