- Zuvor lag der Wert bei -190,7 Milliarden US-Dollar
Das US-Leistungsbilanzdefizit weitete sich im ersten Quartal auf 226,8 Milliarden US-Dollar aus, was einer Verschlechterung um 5,8 Milliarden US-Dollar oder 2,6 % gegenüber den revidierten 221,1 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal entspricht. Der Anteil am BIP stieg von 2,8 % auf 2,9 %.
Bei der Ausweitung ging es nicht um Handel. Das Warendefizit verringerte sich tatsächlich, und die Exporte von Waren und Dienstleistungen stiegen sprunghaft um 50,0 Milliarden US-Dollar auf 1,38 Billionen US-Dollar. Schuld daran war das Primäreinkommen, das sich von einem Überschuss im vierten Quartal in ein Defizit im ersten Quartal verwandelte. Das ist das Einkommen, das Amerikaner mit ausländischen Vermögenswerten erzielen, im Vergleich zu dem, was Ausländer hier verdienen, und die Schwankung verrät etwas über die relativen Renditen und die steigenden Kosten für die Bedienung einer Bilanz, die immer einseitiger wird.
Die Importe stiegen um 55,8 Milliarden US-Dollar auf 1,61 Billionen US-Dollar und übertrafen damit den Exportzuwachs. Vorreiterzölle oder echte Nachfrage? Die Daten werden dieses Argument nicht klären, aber der Anstieg der Warenimporte zusammen mit einem geringeren Warendefizit deutet darauf hin, dass die Exporteure trotzdem ein gutes Quartal hatten.
Die größere Zahl befindet sich in der Anlageposition. Der Netto-IPP verbesserte sich von revidiert – 21,87 Billionen US-Dollar auf –21,27 Billionen US-Dollar, aber verwechseln Sie das nicht mit Schuldenabbau. Auslöser war ein Preisverfall in Höhe von 1,18 Billionen US-Dollar, der den Wert der US-Verbindlichkeiten verringerte – die US-Bestände von Ausländern wurden billiger, nicht weniger. Bei den Finanztransaktionen flossen immer noch 803,7 Milliarden US-Dollar ein. Die Welt finanziert Amerika weiterhin.
Erwähnenswert: Die jährlichen Revisionen waren umfangreich. Das Defizit im vierten Quartal wurde von vorläufigen –190,7 Milliarden US-Dollar auf –221,1 Milliarden US-Dollar erhöht, und der Netto-Investment-IPP wurde um fast 6 Billionen US-Dollar revidiert. Benchmark-Umfragen und neue Methoden haben das Bild deutlich verändert, sodass jeder, der an den vorherigen Jahrgang gebunden ist, eine Neukalibrierung vornehmen muss.
Netto-Netto: Das Gesamtdefizit weitete sich aus, aber der Handel verbesserte sich und der Einkommensrückgang richtete den Schaden an. Die strukturelle Geschichte – ein Defizit, das auf anhaltender ausländischer Finanzierung beruht – ist unverändert.

