Citi senkte seine 12-Monats-Prognosen für Bitcoin und Ether, da negative ETF-Flüsse und die langsame US-Kryptogesetzgebung die Marktstimmung belasteten.
Zusammenfassung
- Citi senkte das 12-Monats-Ziel von Bitcoin auf 82.000 US-Dollar, da die ETF-Nachfrage auf allen Kryptomärkten nachließ.
- Die Prognose für Ether sank auf 2.240 US-Dollar, wobei Citi schwächere Zuflüsse und einen geringen Appetit der Anleger anführte.
- Verzögerungen bei der US-Kryptogesetzgebung und Bedenken hinsichtlich des Verkaufs von Finanzunternehmen erhöhten den Druck auf den Ausblick von Citi diese Woche.
Reuters gemeldet dass die Citigroup ihr 12-Monats-Bitcoin-Ziel von 112.000 US-Dollar auf 82.000 US-Dollar gesenkt hat. In einer Mitteilung vom Dienstag senkte die Bank außerdem ihre Ether-Prognose von 3.175 US-Dollar auf 2.240 US-Dollar.
Die Kürzungen markierten eine weitere Herabstufung von Citi in diesem Jahr. Die Bank hatte ihr Bitcoin-Ziel bereits Anfang 2026 wie zuvor von 143.000 US-Dollar auf 112.000 US-Dollar und ihr Ether-Ziel von 4.304 US-Dollar auf 3.175 US-Dollar gesenkt gemeldet.
„Die ETF-Flüsse, ein wichtiger Preistreiber, sind in letzter Zeit negativ geworden“, sagte Citi laut Reuters.
Die Bank fügte hinzu, dass die Zuflüsse in Bitcoin-ETFs in diesem Jahr bisher um etwa 3,3 Milliarden US-Dollar zurückgegangen seien.
ETF-Abflüsse schwächen die Marktnachfrage
Citi sagte, es habe seine erwarteten Netto-ETF-Zuflüsse in den nächsten 12 Monaten von 10 Milliarden US-Dollar auf Null gesenkt. Diese Verschiebung war einer der Hauptgründe für die niedrigeren Bitcoin- und Ether-Ziele.
Die Herabstufung erfolgt nach einem starken Anstieg der Nachfrage nach Bitcoin-ETFs. Wie heute bereits berichtet, gibt es in den USA Bitcoin-ETFs verzeichnete im Juni Nettoabflüsse in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollarihr schlechtester Monat seit der Einführung der Produkte im Januar 2024.
Die ETF-Schwäche hat sich auch auf Ether ausgewirkt. Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten in den letzten Sitzungen Abflüsse, da Händler ihr Engagement in Risikoanlagen reduzierten. Citi sagte, die breitere Akzeptanz durch Investoren könnte auf Eis gelegt bleiben, bis ein neuer Katalysator erscheint.
Die US-Kryptogesetzgebung erhöht den Druck
Citi wies auch auf langsame Fortschritte bei der US-amerikanischen Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten hin. Die Bank sagte, Verzögerungen in Washington hätten das kurzfristige Vertrauen in den Kryptomarkt geschwächt.
Der Das CLARITY Act wurde verlangsamt durch ethische Bedenken im Zusammenhang mit den Krypto-Geschäftsinteressen von Präsident Donald Trump. Der Gesetzentwurf hat wichtige Schritte gemeistert, bleibt aber stecken, da die Gesetzgeber über Interessenkonfliktregeln und andere Bestimmungen debattieren.
Die Verzögerung der Gesetzgebung ist von Bedeutung, da viele Anleger klarere US-Regeln erwarteten, um die institutionelle Einführung zu unterstützen. Ohne einen festen Zeitplan könnte die Einführung laut Citi pausieren, bis die Märkte einen neuen Treiber sehen.
TD Cowen warnte ebenfalls dass der Weg des Gesetzentwurfs vor den Zwischenwahlen im November ungewiss bleibt. Dem Bericht zufolge könnten ungelöste Probleme verhindern, dass der Gesetzentwurf zur Marktstruktur schnell durch den Senat gelangt.
Das Risiko des Treasury-Verkaufs belastet den Ausblick
Citi äußerte auch Bedenken hinsichtlich eines möglichen Bitcoin-Verkaufs durch Treasury-Unternehmen für digitale Vermögenswerte. Diese Firmen halten Bitcoin oder andere Krypto-Assets in ihren Bilanzen und können zu erzwungenen oder willigen Verkäufern werden, wenn der Marktstress zunimmt.
Wie zuvor gemeldet Laut crypto.news könnte sich der CLARITY Act auch auf Bitcoin- und Ether-Finanzunternehmen auswirken, indem er einige Strukturen in die Aufsicht über Rohstoffpools der CFTC einbezieht. Diese Debatte hat zu einer weiteren Ebene der Unsicherheit in Bezug auf Unternehmen geführt, die auf großen Kryptobeständen basieren.
Der Bärenszenario von Citi geht von rezessiven makroökonomischen Bedingungen und anhaltenden ETF-Abflüssen aus. In diesem Szenario geht die Bank davon aus, dass Bitcoin im nächsten Jahr bei 53.000 US-Dollar und Ether bei 1.094 US-Dollar liegen wird.
Bitcoin wurde kürzlich bei etwa 58.897 US-Dollar gehandelt, während Ether bei etwa 1.579,71 US-Dollar gehandelt wurde. Beide Vermögenswerte bleiben weit unter ihren Höchstständen von 2025 und unter wichtigen langfristigen Durchschnittswerten, so dass sich Händler auf ETF-Flüsse, Neuigkeiten zur US-Politik und die Frage konzentrieren, ob Großinhaber ihr Engagement weiter reduzieren.
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