Wichtige Erkenntnisse:
- Der Stratege von Goldman Sachs, Ben Snider, warnte am 13. April, dass Ängste vor KI-Störungen Wachstumsaktien über Jahre hinweg belasten könnten.
- Servicenow fiel im Jahresvergleich um 48 % und Salesforce um 36 %, da Lizenzierungsmodelle pro Arbeitsplatz einer KI-gesteuerten „Sitzkomprimierung“ ausgesetzt sind, so der Bericht von Yahoo Finance-Autor Brian Sozzi.
- Meta, Amazon und Alphabet dürften sich als erste erholen, da Goldman bis 2027 ein selektives Engagement anstrebt.
KI befürchtet einen Zusammenbruch der Softwareaktien im Jahr 2026, Goldman Sachs-Stratege warnt vor einer schnellen Erholung
Die Warnung, gemeldet on von Brian Sozzi von Yahoo Finance am Montag landet, da Software-Aktien ein schwieriges Jahr 2026 haben. Der Bericht hebt hervor, dass Servicenow seit Jahresbeginn um 48 % gesunken ist. Salesforce hat 36 % verloren. Docusign ist um 42 % günstiger. Diese Rückgänge sind nicht zufällig. In dem Bericht wird erklärt, dass Investoren eine „Platzkomprimierung“ einpreisen, ein Szenario, bei dem ein einzelner KI-Agent mehrere menschliche Softwarebenutzer ersetzt, wodurch die Lizenzeinnahmen pro Arbeitsplatz sinken, auf denen SaaS-Unternehmen ihre Geschäftsmodelle aufgebaut haben.
Sozzi führt aus, dass der Sektor in diesem Jahr rund 2 Billionen US-Dollar an Marktkapitalisierung verloren hat. Sniders Notiz, veröffentlicht von GoldmannDas US-Portfolio-Strategy-Team hat das Kernproblem klar identifiziert: Um die Unsicherheit der Anleger zu beseitigen, „wird wahrscheinlich der Nachweis erforderlich sein, dass KI bestehende Geschäftsmodelle nicht verdrängt.“ Solange diese Beweise nicht durch klare Gewinnsteigerungen und eine Verbesserung der Einheitsökonomie vorliegen, werden die Aktienkurse in anfälligen Sektoren wahrscheinlich keinen Boden finden.
In Sozzis Bericht heißt es: Stadt Analyst Tyler Radke schloss sich der Besorgnis von Goldman an und stellte fest, dass sich die Sorgen über „Software-Anwendungsarchitektur, Haltbarkeit des Geschäftsmodells und Endwert“ in den kommenden Monaten verschärfen könnten. Dennoch erklärt der Leitartikel von Yahoo Finance, dass private KI-Unternehmen Prognosen zufolge mehr als 100 Milliarden US-Dollar an Nettoneueinnahmen erwirtschaften werden und damit bei Wachstumskennzahlen vor traditioneller Anwendungssoftware liegen.
Die „SaaSpokalypse“ und was Goldman beobachtet
Die Goldman-Notiz basiert auf dem Bericht des Unternehmens vom März 2026 mit dem Titel „Wird KI Software fressen?„Diese 31-seitige Analyse kam zu dem Schluss, dass KI die Software wahrscheinlich nicht vollständig verdrängen wird, aber große architektonische Veränderungen rund um große Sprachmodelle und autonome Agenten erzwingen wird. Die etablierten Unternehmen haben einige Vorteile durch proprietäre Daten und fest verwurzelte Arbeitsabläufe, aber das Fenster zur Anpassung ist nicht auf unbestimmte Zeit geöffnet.“
Drei Large-Cap-Namen erhielten im Snider-Rahmen eine teilweise Ausnahme. Meta Plattformen, AmazonasUnd Alphabet sind in der Lage, aufgrund der starken erwarteten Ergebnisse in den Jahren 2026 und 2027 „ihren Wachstumskurs wiederzugewinnen“. Ihre Größe und KI-Integration geben ihnen einen glaubwürdigen Weg, den kleinere SaaS-Plattformen noch nicht für sich beanspruchen können.
Die breiteren Magnificent Seven haben jedoch Probleme, erklärt der Bericht von Yahoo Finance. JPMorgan-Stratege Mislav Matejka, der in Sozzis Leitartikel zitiert wird, sagt, dass der Konzern seine historische Rolle als sicherer Hafen im Vergleich zum S&P 500 nicht mehr wahrnimmt. Nur Amazon und Alphabet sind seit Jahresbeginn leicht positiv. Tesla ist etwa 23 % im Minus.
Das Kapital verlagert sich in Sektoren mit physischen Vermögenswerten, einschließlich Rechenzentren und Infrastruktur, in denen das Risiko reiner Softwareunterbrechungen geringer ist und die Ausgaben für KI-Infrastruktur weiterhin ein direkter Rückenwind sind.
Öffentliche Skepsis erhöht den Druck über die Wall Street hinaus
Die institutionelle Vorsicht von Goldman findet ihr Gegenstück in der öffentlichen Meinung. A Umfrage der Quinnipiac University befragte 1.397 Erwachsene in den USA und stellte fest, dass 80 % über KI besorgt sind und 70 % glauben, dass sie die Beschäftigungschancen verringern wird. Diese Zahl ist im Vergleich zu 56 % in der Quinnipiac-Umfrage vom April 2025 deutlich gestiegen.
Das Vertrauen in KI-generierte Informationen bleibt gering. 76 % der Befragten gaben an, dass sie KI-Ergebnissen nur „kaum“ oder „manchmal“ vertrauen. Ein separates NBC News-Umfrage fanden heraus, dass 57 % der registrierten Wähler glauben, dass die Risiken der KI die Vorteile überwiegen.
Auch der Widerstand gegen KI-Rechenzentren nimmt zu. 75 % der Amerikaner lehnen den Bau eines solchen Geräts in ihrer Gemeinde ab, wobei 72 % der Gegner höhere Stromkosten und 64 % den Wasserverbrauch anführen. Dieser lokale Widerstand führt zu echten Projektverzögerungen, während Hyperscaler ihre Investitionsprognosen für 2026 immer noch nach oben treiben.
74 % der Befragten gaben an, dass dies der Fall sei Regierung tut nicht genug, um KI zu regulieren, und 76 % gaben an, dass es den Unternehmen an ausreichender Transparenz über ihren KI-Einsatz mangelt.
Die Spannung, die die Quinnipiac-Daten aufzeigen, ist real: Die Nutzung persönlicher KI-Tools nimmt zu, wobei 51 % der Befragten angeben, KI für Forschungszwecke genutzt zu haben, gegenüber 37 % im Jahr 2025. Aber die Akzeptanz liegt deutlich vor dem Vertrauen. Diese Lücke, kombiniert mit Goldmans Forderung nach einem anhaltenden Bewertungsdruck auf Wachstumsaktien, deutet darauf hin, dass der KI-Zyklus in eine Phase eintritt, in der Skepsis und nicht Begeisterung das Narrativ bestimmen.

