Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars hat sich die Freigabe iranischer Vermögenswerte in Milliardenhöhe als letztes Hindernis für die Sicherung eines Memorandum of Understanding (MoU) herausgestellt, das auf die Beendigung der jüngsten Feindseligkeiten und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus abzielt. Dieses Problem wird derzeit durch katarische Vermittlung gelöst.
Die Tatsache, dass sich die Debatte von der Frage, ob der Iran bei seinem Nuklearmaterial kooperieren wird, auf die Frage verlagert hat, wie und wann der Iran sein Geld zurückbekommt, könnte als positives Nettosignal gewertet werden. Es könnte darauf hindeuten, dass der strukturelle Aufbau eines Abkommens, einschließlich einer 60-tägigen Verlängerung des aktuellen Waffenstillstands und eines Mechanismus zur Verwaltung oder Entsorgung der hochangereicherten Uranvorräte Irans, weitgehend festgelegt ist.
Berichten zufolge fordert der Iran bereits in der ersten Phase des Abkommens einen garantierten Zugang zu eingefrorenen Vermögenswerten in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar. Darin sind etwa 6 Milliarden US-Dollar enthalten, die ursprünglich während eines Gefangenenaustauschs im Jahr 2023 in katarischen Banken geparkt waren und die die USA nach Ausbruch des regionalen Konflikts später einschränkten.
Die aktuelle Reibung liegt im Timing. Die USA haben darauf gedrängt, die Freigabe dieser Mittel an ein abgeschlossenes, umfassendes Atomabkommen zu knüpfen. Iran hingegen hat deutlich gemacht, dass ohne einen konkreten finanziellen Schritt der USA im Vorfeld kein vorläufiges Abkommen zustande kommen wird.

