Das Hauptaugenmerk der Märkte liegt immer noch auf den Spannungen zwischen den USA und dem Iran, und daran hat sich seit Beginn der Woche nicht viel geändert. Von früher: Die Spannungen im Nahen Osten verschärfen sich weiterhin, da das Wochenende näher rückt
Aber nach vier Tagen voller düsterer Stimmung deutet die Stimmung an den Märkten heute auf eine leichte Verschnaufpause hin. Nun, zumindest für den Moment.
Die Ölpreise tendieren wieder nach unten und geraten ins Stocken, wobei das Rohöl der Sorte WTI heute um 3 % nachgab und wieder unter 90 US-Dollar fiel.
[WTI crude oil daily chart ($/bbl)]
Das obige Diagramm sollte man im Auge behalten, da die Preisbewegung nun auf einen Test des gleitenden 100-Tage-Durchschnitts (rote Linie) zusteuert. Bleiben Sie darüber, dann wird die bullische Dynamik von gestern anhalten. Wenn Sie jedoch unter das technische Schlüsselniveau fallen, haben die Verkäufer ein Mitspracherecht, um etwas mehr Druck auszuüben. Das heutige Schlussniveau, ob über oder unter 90 US-Dollar, sollte ebenfalls im Auge behalten werden.
Auf jeden Fall ist es eine weitere beeindruckende Woche für die Ölpreise, die zum dritten Mal in Folge einen Anstieg verzeichnen wird. Nach den Zuwächsen von über 14 % letzte Woche ist WTI-Rohöl immer noch bereit, die Woche auf dem aktuellen Niveau mit einem Plus von über 9 % zu beenden.
Was die breiteren Märkte betrifft, so sorgt der Rückgang der Ölpreise heute auch für eine gewisse Erholung anderer Anlageklassen. Auch die Anleiherenditen erholen sich von ihren Höchstständen: Die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen sind um 1,2 Basispunkte auf 4,69 % gesunken. In Europa sind die 10-Jahres-Renditen in Deutschland von 3,20 % auf 3,185 % gesunken, und in Frankreich sind die 10-Jahres-Renditen derzeit ebenfalls von 4,035 % auf 3,988 % gesunken.
Darüber hinaus beobachten wir, dass sich auch die Aktien etwas erholen, da die wichtigsten Indizes in Europa leichte Zuwächse verzeichnen, während die S&P 500-Futures an diesem Tag um 0,3 % zulegten. Die Wall Street hatte es gestern schwer und auch wenn die Tech-Aktien auf einen weiteren Wochenverlust vorbereitet sind, gibt es zumindest etwas Luft zum Atmen, wenn wir auf die Eröffnung später blicken.
Abgesehen davon ist es noch etwas früh am Tag und es wird nicht lange dauern, bis sich die Nervosität wieder einschleicht und einige Nerven erregt. Dies gilt insbesondere dann, wenn wir in der kommenden Sitzung negative Schlagzeilenrisiken bekommen.

