Die USA und der Iran führen weiterhin Handelsstreitigkeiten im Nahen Osten, was zu Beginn der neuen Woche weiterhin eine dunkle Wolke auf die Märkte wirft.
Der Iran macht seine Präsenz durch Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus deutlich, und das hat nun dazu geführt, dass die USA erneut ihre eigene Blockade verhängen. Unterdessen liefern sich beide Seiten weiterhin Raketenangriffe in der Region, da die Spannungen seit dem Scheitern des Waffenstillstandsabkommens weiter zunehmen.
Daher ist der tägliche Schiffsverkehr entlang der Straße von Hormus inzwischen auf einstellige Werte zurückgegangen. Es sind praktisch keine LNG-Tanker unterwegs, und bei den wenigen Tankern, die hier vorbeikommen, handelt es sich ausschließlich um Hochrisikotransits. Im Wesentlichen bedeutet dies, dass nur iranische oder mit China verbundene Schiffe den Nordkorridor nutzen. Die große „Wiedereröffnung“ hat noch gar nicht richtig begonnen.
Dies alles sorgt dafür, dass die Ölpreise gestützt werden und diese Woche sogar mit einer höheren Lücke beginnen. WTI-Rohöl ist jetzt um etwas mehr als 2 % auf 83,55 $ gestiegen, Brent-Rohöl liegt ebenfalls auf dem gleichen Niveau bei 90,33 $.
Steigende Ölpreise werden die breiteren Märkte in Atem halten, insbesondere wenn auch die Anleiherenditen weiterhin in die Höhe schießen. Ein Feiertag in Japan sorgt vorerst dafür, dass es etwas ruhiger zugeht, während wir darauf warten, dass europäische Händler in den Kampf einsteigen. Stattdessen sollten Sie für alle Fälle auch auf USD/JPY achten.
An den Aktienmärkten ist es etwas ruhiger: Die S&P-500-Futures sind um 0,2 % und die Nasdaq-Futures um 0,5 % gestiegen. Nach den heftigen Verkäufen zum Wochenende am Freitag, die viel schlimmer hätten ausfallen können, handelt es sich jedoch um einen kleinen Aufschwung.
Auch die übrige Marktstimmung ist etwas gemischter, da sich der Dollar nicht allzu sehr entwickelt. EUR/USD und USD/JPY liegen beide unverändert bei 1,1443 bzw. 162,33, während AUD/USD sich etwas ausdehnt und das Währungspaar um 0,2 % auf nahezu 0,7000 zulegt. Das ist aber auch schon alles, was die bemerkenswerte Bewegung zwischen den Hauptwährungen angeht.
Unterdessen ist Gold zu Beginn der neuen Woche um 0,1 % auf 4.019 US-Dollar gestiegen und Silber dürfte um 1,7 % auf 56,85 US-Dollar gestiegen sein.
Zum Glück hat der Fußball gestern zumindest gewonnen. Nach 104 Spielen wurde Spanien nach so vielen Kontroversen und Dramen außerhalb des Spielfelds während des gesamten Turniers zum Meister der letzten Weltmeisterschaft gekrönt. Wohlverdient. In einem Wettbewerb, der so von individuellen Erzählungen dominiert wird, fühlt es sich nur passend an, dass das beste Team dasjenige ist, das alles gewonnen hat. Herzlichen Glückwunsch, La Roja!

