Der US-amerikanische Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) deutete auf eine weitere Abschwächung der Inflation im Juni hin. Der Gesamtindex fiel gegenüber dem Vormonat um 0,1 %, nachdem er im Mai revidiert um 0,5 % gestiegen war, während die jährliche Rate von 4,1 % auf 3,7 % sank, was den Markterwartungen entsprach.
Der Core PCE Price Index, das bevorzugte Maß der zugrunde liegenden Inflation der Federal Reserve (Fed), stieg im Monatsvergleich um 0,1 %, nachdem er im Mai um 0,3 % gestiegen war. Auf Jahresbasis sank die Kerninflation von zuvor 3,4 % auf 3,3 % und entsprach damit ebenfalls den Schätzungen der Analysten, blieb aber deutlich über dem 2 %-Ziel der Zentralbank.
Insgesamt bestätigen die Daten, dass der Disinflationsprozess in den Vereinigten Staaten ohne große Überraschungen für die Finanzmärkte weitergeht und die Erwartungen an den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve weitgehend unverändert bleiben.
Marktreaktion
Nach der Veröffentlichung zeigte der US-Dollar (USD) keine unmittelbare Reaktion. Der US-Dollar-Index (DXY) verlor an diesem Tag zuletzt etwa 0,17 % und wurde nahe 100,65 gehandelt.
Wirtschaftsindikator
Kernausgaben für den persönlichen Konsum – Preisindex (im Jahresvergleich)
Die Kernausgaben für den persönlichen Konsum (PCE), veröffentlicht von der US Bureau of Economic Analysis misst monatlich die Preisänderungen von Waren und Dienstleistungen, die von Verbrauchern in den Vereinigten Staaten (USA) gekauft werden. Der PCE-Preisindex ist auch der bevorzugte Inflationsindikator der Federal Reserve (Fed). Der YoY-Wert vergleicht die Warenpreise im Referenzmonat mit denen des Vorjahresmonats. Der Kernwert schließt die sogenannten volatileren Lebensmittel- und Energiekomponenten aus, um eine genauere Messung des Preisdrucks zu ermöglichen.“ Im Allgemeinen ist ein hoher Wert bullisch für den US-Dollar (USD), während ein niedriger Wert bärisch ist.

