TL;DR
- Laut Deribit Insights hat die Beteiligung der Wall Street die Marktstruktur von Bitcoin verändert.
- Die Episode deutet auf eine geringere Volatilität, komprimierte Basisgeschäfte und ein stärkeres institutionelles Market-Making hin.
- Das Optionsgamma wird groß genug, um für das kurzfristige Spotmarktverhalten von Bedeutung zu sein.
Die Marktstruktur von Bitcoin sieht nach ETFs anders aus
In einer neuen Folge von Deribit Insights wird argumentiert, dass der Einstieg der Wall Street durch Spot-Bitcoin-ETFs die Volatilität, Liquidität und das Derivateprofil von Bitcoin wesentlich verändert hat.
In der Folge mit dem Titel „Wie die Wall Street Bitcoin für immer veränderte“ sind Imran Lakha, David und Jonathan Issan, Co-Leiter des Kryptohandels bei Marex, zu sehen. Die Diskussion konzentriert sich weniger auf kurzfristige Preisprognosen als vielmehr auf die strukturellen Veränderungen, die auf die institutionelle Einführung folgten.
Das Hauptargument ist, dass Bitcoin zunehmend als Teil eines tieferen, professionelleren Marktes gehandelt wird. Hedgefonds, Vermögensverwalter, pensionsgebundene Produkte und Abteilungen für strukturierte Produkte haben alle die Art und Weise verändert, wie Engagements aufgebaut und abgesichert werden.
Warum die Volatilität niedriger geblieben ist
Einer der interessantesten Punkte aus der Episode ist die Idee, dass die implizite und tatsächliche Volatilität von Bitcoin trotz periodischer Spot-Rückgänge relativ gedämpft geblieben ist. In früheren Kryptozyklen gingen scharfe Spotbewegungen oft mit dramatischen Volatilitätsausweitungen einher.
Die Deribit-Diskussion weist darauf hin, dass institutionelle Market Maker, strukturierte Produkte und ein verbessertes Risikomanagement Faktoren sind, die die Volatilität dämpfen können. Wenn mehr professionelle Teilnehmer in den Markt eintreten, können Verwerfungen schneller arbitriert werden, und die Optionsmärkte können einen Teil des Stresses absorbieren, der zuvor direkt auf den Spotmärkten zu spüren war.
Der Basishandel ist ein weiteres Beispiel. Der Podcast stellt fest, dass die Basisrenditen gesunken sind, da institutionelle Arbitrageure in den Markt eingetreten sind. Das bedeutet, dass Gelegenheiten, die früher ungewöhnlich reichhaltig waren, schrumpfen können, da immer mehr Kapital um sie konkurriert.
Optionen Gamma wird zu einer größeren Kraft
Die Folge beleuchtet auch die wachsende Rolle des Optionsgammas. Vereinfacht ausgedrückt: Wenn Optionsmarktmacher ihr Engagement absichern, können diese Absicherungsströme das Spotpreisverhalten beeinflussen – insbesondere, wenn der Optionsmarkt im Verhältnis zur kurzfristigen Liquidität des zugrunde liegenden Marktes groß wird.
Das bedeutet nicht, dass Optionsschalter den Preis von Bitcoin kontrollieren. Dies bedeutet, dass der Derivatemarkt so groß wird, dass Händler zunehmend verstehen müssen, wie Positionierung, Fälligkeiten und Absicherungsströme mit der Spotnachfrage interagieren.
Für die Leser liegt der Wert der Episode darin, dass sie Bitcoin weniger als einen rein spekulativen Vermögenswert, der vom Einzelhandel betrieben wird, sondern eher als einen reifenden makro-verknüpften Markt darstellt. Das mag für die Liquidität und den institutionellen Zugang von Vorteil sein, kann aber auch zu weniger Ineffizienzen und einem komplexeren Handelsumfeld führen.
Dieser Bericht basiert auf Deribit Insights‘ Crypto Options Unplugged Episode 115.
Der ETF-Effekt verändert auch die Art und Weise, wie Händler über Ströme denken. In früheren Zyklen dominierten oft krypto-native Narrative und Börsenpositionierungen die Diskussion. Jetzt können Spot-ETF-Nachfrage, Makroabsicherung, institutionelle Neuausrichtung und Positionierung von Optionshändlern alle in die gleiche Bitcoin-Preisbewegung einfließen. Dadurch wird der Markt tiefer, aber es bedeutet auch, dass einfache Stimmungsindikatoren für den Einzelhandel möglicherweise weniger als früher die ganze Geschichte aussagen.
Lesen Sie den offiziellen Beitrag auf der Deribit-Einblicke.

