Wichtige Erkenntnisse
- Bundesanwälte behaupten, ein Krypto-Investitionsprogramm habe den Anlegern Verluste in Höhe von etwa 20 Millionen US-Dollar verursacht.
- Die 29 Anklagepunkte umfassen Überweisungsbetrug, Geldwäsche, Bankbetrug und Identitätsdiebstahl.
- Die Staatsanwälte behaupten, dass Anlegergelder über Kryptowährungsbörsen und Finanzinstitute transferiert wurden.
Bundesanklageschrift wirft 20-Millionen-Dollar-Investitionsprogramm vor
Die US-Staatsanwaltschaft für den Bezirk South Dakota gab bekannt, dass eine Grand Jury des Bundes 29 Anklagepunkte gegen den Krypto-Investor Benjamin Paul Wiener (43) entschieden hat. Die 29 Anklagepunkte des DOJ wegen Betrugs behauptet Überweisungsbetrug, Geldwäsche, Bankbetrug und schweren Identitätsdiebstahl mit Verlusten in Höhe von etwa 20 Millionen US-Dollar bei Dutzenden regionalen Opfern.
Wiener bekannte sich bei seinem ersten Gerichtsauftritt am 10. Juli auf nicht schuldig und wurde gegen Kaution bis zur Verhandlung freigelassen.
Der Anklageschrift zufolge soll Wiener Investoren dazu überredet haben, Geld und digitale Vermögenswerte in von ihm kontrollierte Unternehmen zu investieren, indem er wesentlich falsche Angaben machte, um Investitionen anzuregen.
Die Staatsanwälte behaupten, dass von dem Plan Dutzende Opfer in South Dakota, Minnesota und den Nachbarstaaten betroffen waren und dass Wiener nach der Erschöpfung der Anlegergelder nach neuen Investitionen suchte, um persönliche Ausgaben zu finanzieren und frühere Teilnehmer zurückzuzahlen.
In der Anklage wird Wiener außerdem vorgeworfen, Anlegergelder über Finanzinstitute und Kryptowährungsbörsen transferiert zu haben, um deren Herkunft, Eigentum und Bewegung zu verschleiern.
Aktuelle DOJ-Fälle zeigen ähnliche Muster
Die Vorwürfe der Bundesanwaltschaft gegen Wiener spiegeln die in anderen Kryptowährungsbetrugsklagen beschriebenen Taktiken wider, bei denen Betreiber angeblich nutzte neue Einlagen zur Rückzahlung früherer Anleger und gleichzeitig den Anschein legitimer Anlagerenditen erwecken.
Diese Behauptungen stimmen auch mit einem anderen Bundesfall überein, in dem Anlegergelder wurden über Börsen bewegt Nach der Durchsuchung von 81 Bankkonten und 19 Kryptowährungs-Umtauschkonten wurde veranschaulicht, wie Ermittler komplexe Geldströme zwischen traditionellen Finanzinstituten und Plattformen für digitale Vermögenswerte rekonstruieren.
Obwohl Kryptowährungstransaktionen mehrere Wallets und Börsen umfassen können, erstellen sie auch Aufzeichnungen, die Ermittlern helfen, Gelder aufzuspüren, Beschlagnahmungsbefehle zu erhalten und verbundene Konten zu identifizieren. Dieser Prozess wurde in einem separaten Dokument deutlich 100-Millionen-Dollar-Strafverfahren, bei dem Bundesanwälte Kryptoerlöse zurückgefordert haben nachdem etwa 7,1 Millionen US-Dollar aus Kryptowährungs-Wallets beschlagnahmt und gleichzeitig eine Rückerstattung von mehr als 24,7 Millionen US-Dollar angestrebt wurden.
Die Verluste durch Kryptobetrug steigen weiter
Betrug mit Investitionen in Kryptowährungen ist nach wie vor eine der kostspieligsten Formen der Cyberkriminalität in den Vereinigten Staaten. Das Federal Bureau of Investigation (FBI) meldete im Jahr 2025 Verluste im Zusammenhang mit Kryptowährungen in Höhe von mehr als 11,36 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 22 % gegenüber dem Vorjahr, während sich die gesamten Verluste durch Internetkriminalität auf fast 21 Milliarden US-Dollar beliefen.
Das FBI veröffentlichte im April einen Bericht, der dies zeigt Anlagebetrug verursachte den größten Anteil an Kryptowährungsverlustenwobei die Opfer in 181.565 Beschwerden durchschnittlich mehr als 62.000 US-Dollar erhielten.
Der Leitfaden des FBI zum Betrug bei Investitionen in Kryptowährungen rät Anlegern, Unternehmen, Anlageexperten, Verwahrungsvereinbarungen und Auszahlungsrichtlinien unabhängig zu überprüfen, bevor sie Gelder senden. Die Behörde fordert die Opfer außerdem dringend dazu auf, Transaktionsaufzeichnungen und Mitteilungen aufzubewahren und mutmaßlichen Betrug so schnell wie möglich der Beschwerdestelle für Internetkriminalität zu melden.
Anklage wegen Bankbetrugs erhöht mögliche Haftstrafe von 30 Jahren
Zusätzlich zu den Anlagebetrugsvorwürfen werfen die Staatsanwälte Wiener vor, im April 2025 eine Kreditlinie in Höhe von 1 Million US-Dollar von einem Finanzinstitut in Sioux Falls erhalten zu haben, indem sie gefälschte Dokumente eingereicht und die Identifikationsdaten einer anderen Person unbefugt verwendet haben.
Im Falle einer Verurteilung drohen Wiener potenzielle Strafen, darunter bis zu 20 Jahre Gefängnis wegen Überweisungsbetrugs und Geldwäsche, bis zu 30 Jahre wegen Bankbetrugs und eine obligatorische aufeinanderfolgende zweijährige Haftstrafe wegen schweren Identitätsdiebstahls. Die Regierung kann auch eine Entschädigung für die Opfer verlangen. Wiener bleibt gegen Kaution auf freiem Fuß und sein Bundesprozess soll am 15. September 2026 beginnen.

