Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) brach am Dienstag ein und verlor an einem zweiten schwachen Tag in Folge weitere 120 Punkte. Zinssenkungshungrige Märkte warten auf die mit Spannung erwarteten Ereignisse dieser Woche Federal Reserve (Fed) Zinssenkung und Aktualisierung der Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen (SEP) der Fed.
Die Zinsforderung der Fed bleibt im Fadenkreuz
Die Anleger konzentrieren sich weiterhin fast ausschließlich auf die Zinsentscheidung der Fed vom 10. Dezember, von der allgemein erwartet wird, dass sie zu einer dritten Senkung in Folge um einen Viertelpunkt führen wird. Der S&P 500 (SP500) stieg um 0,1 % und der Nasdaq legte um 0,2 % zu, während der Dow leicht nachgab und um 0,35 % fiel. Die Fed-Fonds-Futures implizieren jetzt eine Kürzungswahrscheinlichkeit von ca. 87 %, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vormonat. Händler gehen davon aus, dass das Ergebnis des jüngsten Leitzinsaufrufs der Fed und insbesondere des Fed-Chefs Jerome Powell während einer seiner letzten Leitzins-Pressekonferenzen den Ton für den Rest des Dezembers vorgeben könnte, da die Märkte hartnäckige Inflation, verzögerte Wirtschaftsdaten und den langen Weg in Richtung einer neuen Fed-Führung im Jahr 2026 abwägen.
Hinter der unmittelbaren Zinsentscheidung sagen Analysten, dass die Märkte nach einem Jahr volatiler Erwartungen bereits beginnen, auf die nächste Phase der Fed-Führung und mögliche Änderungen in der Kommunikationsstrategie zu blicken. Da das Doppelmandat der Fed immer noch durch eine ungleichmäßige Inflation und eine abkühlende Arbeitsdynamik in Frage gestellt wird, beobachten die Anleger genau, ob die politischen Entscheidungsträger im Jahr 2026 eine akkommodierende Haltung beibehalten können oder ob die wirtschaftlichen Bedingungen einen vorsichtigeren Ansatz erfordern.
Zinssensitive Aktien gewinnen aufgrund von Zinssenkungshoffnungen an Boden
Die Dynamik war in den zinsempfindlichen Bereichen des Marktes am stärksten. Der Russell 2000 erreichte einen neuen Intraday-Rekord, da geringere Kreditkosten den Small Caps zugute kommen dürften. Silber Auch die Bergbaupreise stiegen, nachdem die Silber-Futures ein Rekordhoch von über 61 $ pro Unze erreichten. Mittlerweile ertrags- und branchenspezifisch Nachricht zusätzliche Stärken: CVS verzeichnete einen stärkeren Gewinn Ausblickund Colgate-Palmolive (CL) legten nach einem Analysten-Upgrade zu.
Die breiteren Makrodaten zeichneten ein gemischtes Bild: Die offenen Stellen bei JOLTS blieben sowohl im September als auch im Oktober stabil, aber das Tempo sowohl der Einstellungen als auch der Kündigungen verlangsamte sich zu Beginn des vierten Quartals. Auch die Inflationssorgen kleiner Unternehmen stiegen auf den höchsten Stand seit Anfang 2023, da die Zölle weiterhin die Unterseite der US-Wirtschaft belasten.

