Indische Investoren häufen weiterhin ihre Wetten an Gold über Exchange Traded Funds (ETFs) und trug zur Erholung der Nachfrage nach dem Edelmetall bei, da sich die Spotpreise nach dem starken Rückgang im März stabilisierten.
Indiens Gold-ETFs verlängerten ihre Zuflussserie auf ein der elfte Monat in Folge im April. Nach Angaben des World Gold Council (WGC) beliefen sich die Nettozuflüsse auf 297,2 Millionen US-Dollar, 68 % mehr als die 176,6 Millionen US-Dollar im März.
Das Interesse indischer Anleger an Gold-ETFs war im vergangenen Jahr ungebrochen. Selbst im März, als der Goldpreis um drastische 11 % fiel, verzeichneten diese Anlageinstrumente Zuflüsse aus dem Land, obwohl sich Anleger aus den meisten anderen Regionen dafür entschieden, das Land zu verlassen.
Indien trug im April zur allgemeinen Erholung des Interesses an Gold-ETFs bei. Globale physisch besicherte Gold-ETFs verzeichneten Zuflüsse von 6,6 Milliarden US-Dollar im Monat, Die Abflüsse vom März kehrten sich teilweise um, wobei die größten Zuflüsse aus dem Vereinigten Königreich (UK) mit 2,1 Milliarden US-Dollar, den Vereinigten Staaten (845 Millionen US-Dollar) und Hongkong (732 Millionen US-Dollar) kamen.

Positive Zuflüsse über ETFs sind für Anleger ein Indikator für die Spotpreise Die Nachfrage über ETFs wirkt sich tendenziell direkt auf den physischen Markt aus.
Die Goldpreise haben gehandelt weitgehend bereichsgebunden seit Ende März in einer Bandbreite zwischen 4.400 und 4.900 US-Dollar. Während die Geopolitik die Attraktivität des Edelmetalls als sicherer Hafen aufrechterhält, ist die schnelle restriktive Neufestsetzung der Leitzinsen der globalen Zentralbanken Ausblick begrenzt auch die Gewinne.
Die ETF-Erholung im April zeigt das Gold hat seine Attraktivität als sicherer Hafen einigermaßen wiedererlangt. Während die Anlegernachfrage über ETFs dem Edelmetall weiterhin einen soliden Boden bieten könnte, wären für signifikante Gewinne ein Rückgang der Energiepreise und Mitteilungen der Zentralbanken erforderlich, dass die aktuellen Pläne zur Beibehaltung der Zinsen bestehen Tarife auf hohem Niveau kommen nicht mehr auf den Tisch.
Gold-FAQs
Gold hat in der Geschichte der Menschheit eine Schlüsselrolle gespielt, da es häufig als Wertaufbewahrungsmittel und Tauschmittel genutzt wurde. Abgesehen von seinem Glanz und seiner Verwendung für Schmuck gilt das Edelmetall derzeit weithin als sicherer Hafen, was bedeutet, dass es in turbulenten Zeiten als gute Investition gilt. Gold gilt weithin auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen, da es nicht auf einen bestimmten Emittenten oder eine bestimmte Regierung angewiesen ist.
Zentralbanken sind die größten Goldbesitzer. In ihrem Ziel, ihre Währungen in turbulenten Zeiten zu stützen, neigen Zentralbanken dazu, ihre Reserven zu diversifizieren und Gold zu kaufen, um die wahrgenommene Stärke der Wirtschaft und der Währung zu verbessern. Hohe Goldreserven können eine Vertrauensquelle für die Zahlungsfähigkeit eines Landes sein. Laut Daten des World Gold Council haben die Zentralbanken ihre Reserven im Jahr 2022 um 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar erhöht. Dies ist der höchste jährliche Kauf seit Beginn der Aufzeichnungen. Zentralbanken aus Schwellenländern wie China, Indien und der Türkei erhöhen rasch ihre Goldreserven.
Gold weist eine umgekehrte Korrelation zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen auf, die sowohl wichtige Reserven als auch sichere Häfen darstellen. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis tendenziell, was es Anlegern und Zentralbanken ermöglicht, ihre Vermögenswerte in turbulenten Zeiten zu diversifizieren. Gold korreliert auch umgekehrt mit Risikoanlagen. Eine Rally am Aktienmarkt schwächt tendenziell den Goldpreis, während Ausverkäufe in risikoreicheren Märkten tendenziell das Edelmetall begünstigen.
Der Preis kann aufgrund einer Vielzahl von Faktoren schwanken. Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können aufgrund seines Status als sicherer Hafen schnell zu einer Eskalation des Goldpreises führen. Als ertragsloser Vermögenswert tendiert Gold dazu, bei niedrigeren Zinssätzen zu steigen, während höhere Geldkosten normalerweise das gelbe Metall belasten. Dennoch hängen die meisten Bewegungen davon ab, wie sich der US-Dollar (USD) verhält, wenn der Vermögenswert in Dollar (XAU/USD) bewertet wird. Ein starker Dollar hält den Goldpreis tendenziell unter Kontrolle, wohingegen ein schwächerer Dollar den Goldpreis wahrscheinlich in die Höhe treiben wird.

