Kohaku, Leiter des Datenschutzprojekts der Ethereum Foundation, Nico, sagte, dass Ethereum-Konten damit beginnen können, sich auf Post-Quantum-Risiken vorzubereiten, ohne auf einen Hard Fork warten zu müssen.
Zusammenfassung
- Nico sagt, dass Ethereum-Konten jetzt mit dem Quantenschutz beginnen können, ohne heute auf Protokolländerungen warten zu müssen.
- SPHINCS zielt darauf ab, Post-Quantum-Signaturen auf Ethereum zu praktischen On-Chain-Kosten für Wallets zu verifizieren.
- Die Roadmap von Ethereum nennt Datenschutz, Sicherheit und Post-Quantum-Arbeit bereits als zentrale technische Prioritäten.
In einem Beitrag im Juni 2026 auf
Der Forscher sagte, dass die aktuellen Kosten etwa 0,07 US-Dollar pro Konto betragen würden. Die Behauptung deutet auf einen Schutz auf Kontoebene hin, nicht auf ein vollständiges Chain-Upgrade. Das bedeutet, dass Benutzer oder Wallet-Teams den Schutz durch intelligente Vertragslogik erhöhen könnten, während die Ethereum-Entwickler weiter an längerfristigen Protokolländerungen arbeiten.
SPHINCS – zielt auf eine kostengünstige EVM-Verifizierung ab
Der technische Beitrag zur Ethereum-Forschung beschreibt SPHINCS-, eine EVM-optimierte Familie zustandsloser Post-Quanten-Signaturen. Das Design stammt von SPHINCS+ und neueren Arbeiten zu kompakten Hash-basierten Signaturen. Sein Ziel besteht darin, die Kosten für die On-Chain-Verifizierung zu senken, ohne eine Vorkompilierung zu verwenden oder die Ethereum-Regeln zu ändern.
In Nicos Beitrag heißt es, dass ein Solidity-Verifizierer bereits eine Signatur im Post-Quantum-Stil auf Ethereum zu praktischen Kosten überprüfen kann. Eine optimierte Variante namens C13 überprüft bei etwa 127.000 Gas und verwendet eine 3.704-Byte-Signatur. Die Forschung umfasst auch einen formalen Lean 4-Beweis durch Verity.
Das Problem, das es zu lösen versucht, ist einfach. Heutzutage sind Ethereum- und Bitcoin-Konten auf ECDSA-Signaturen angewiesen. Forscher warnen, dass leistungsstarke zukünftige Quantencomputer diese Art der Kryptographie durchbrechen könnten. SPHINCS – verwendet Hash-basierte Signaturen, die darauf abzielen, diesen Angriffen zu widerstehen.
Datenschutz und Sicherheit bleiben Prioritäten
Die jüngste Berichterstattung von crypto.news zeigt, dass der Vorschlag in eine breitere Ethereum-Roadmap passt. Vitalik Buterin hat besprochen Kontoabstraktion, die es Wallets ermöglicht, zu definieren, wie Transaktionen genehmigt und bezahlt werden. Darüber hinaus ist die Kontoabstraktion Teil des kurzfristigen Datenschutzplans von Ethereum mit FOCIL und verschlüsselten Nonces.
Wie bereits berichtet, Buterin sagte Die Ethereum Foundation würde sich stärker auf langfristiges Überleben, Sicherheit, Privatsphäre, Offenheit und Zensurresistenz konzentrieren. In derselben Berichterstattung heißt es, dass die Arbeit an der Ethereum-Roadmap Post-Quantum-Sicherheit und formelle Verifizierung als zukünftige Ziele umfasst.
Darüber hinaus sind externe Kontosignaturen mithilfe von ECDSA ein Bereich, der künftigen Quantenangriffen ausgesetzt ist. Für Wallets heißt es in dem Bericht, dass die native Kontoabstraktion es Konten ermöglichen könnte, Post-Quantum-Signatur-Schemata zu übernehmen, sobald effiziente Optionen vorhanden sind.
Audits und Grenzwerte sind immer noch wichtig
Nico sagte, dass das Design eine erste Prüfung mit Fable durchlaufen habe und weitere Prüfungen geplant seien. Diese Überprüfung macht das System nicht endgültig. Der Beitrag von Ethereum Research weist auf Einschränkungen hin, darunter nicht standardmäßige Einstellungen, begrenzte Signaturzahlen und einen Unterschied zwischen Keccak-basierten Designs und NIST-ausgerichteten Versionen.
Für Benutzer ist der entscheidende Punkt, dass Ethereum möglicherweise nicht auf eine vollständige Protokolländerung warten muss, bevor Wallets mit dem Testen des quantenresistenten Kontoschutzes beginnen. Für Entwickler umfassen die nächsten Schritte mehr Überprüfung, sicherere Wallet-Flows, klarere Kostenmodelle und eine bessere Hardware-Unterstützung.
Der Kontopfad ist wichtig, da viele Gelder an Adressen im alten Stil gespeichert sind. Ein Wallet-basierter Weg könnte es hochwertigen Konten ermöglichen, den Schutz zu testen, bevor Ethereum durch spätere technische Upgrades, Vorschlagsrunden und eine breitere öffentliche Überprüfung umfassendere Änderungen annimmt.
Der Vorschlag bedeutet nicht, dass Ethereum einem unmittelbaren Quantenangriff ausgesetzt ist. Es ersetzt auch nicht zukünftige Arbeiten auf Netzwerkebene. Es zeigt, dass Abwehrmaßnahmen auf Kontoebene heute von der Forschung zum Testen übergehen können, und zwar zu Kosten, die laut Nico niedrig genug für umfassende Tests sind.

