Franklin Templeton hat die Übernahme von 250 Digital, der Krypto-Investmentfirma, die im Januar 2026 aus CoinFund hervorgegangen ist, abgeschlossen und den Abschluss genutzt, um einen neuen institutionellen Geschäftsbereich namens Franklin Crypto zu starten.
Der Deal, erstmals im April angekündigtmarkiert einen der konkretesten Schritte eines großen Legacy-Vermögensverwalters, einen dedizierten Krypto-Betrieb von innen heraus aufzubauen.
250 Digital entstand Anfang 2026 als eigenständiges Unternehmen aus CoinFund Management und brachte ein Team mit, das sich um liquide Kryptostrategien und den Aufbau eines Portfolios auf institutioneller Ebene dreht.
Christopher Perkins, der das Unternehmen leitet, wird nun Franklin Crypto leiten. Seth Ginns, Chief Investment Officer von 250 Digital, wird diesen Titel in die neue Abteilung übernehmen. Beide waren vor der Ausgliederung jahrelang bei CoinFund tätig und sind tief in der institutionellen Welt der digitalen Vermögenswerte verwurzelt.
Die neue Franklin-Kryptowährung Einheit richtet sich an Pensionskassen, Staatsfonds und große Vermögensverwalter, die über regulierte Strukturen in digitale Vermögenswerte investieren möchten. Seine Strategie umfasst liquide Token-Märkte, Venture-Engagement und strukturierte Produkte, die an die Blockchain-Infrastruktur gebunden sind.
Eines der auffälligsten Details der Transaktion ist die Art und Weise, wie sie bezahlt wurde. Franklin Templeton nutzte BENJI-Tokens – die On-Chain-Darstellung seines Franklin OnChain US Government Money Fund – als Teil der Übernahmegegenleistung.
Damit gehört dieser Deal zu den ersten großen M&A-Transaktionen im Finanzdienstleistungsbereich, die über tokenisierte Fondsanteile statt über Bargeld oder herkömmliche Wertpapiere abgewickelt werden.
BENJI-Token ermöglichen den Inhabern Zugang zu einem regulierten US-Geldmarktfonds, der in einer öffentlichen Blockchain registriert ist. Franklin Templeton hat Jahre damit verbracht, diese Infrastruktur aufzubauen und sie als M&A-Währung zu nutzen, um zu signalisieren, dass das Unternehmen seinen Tokenisierungs-Stack als ein echtes kommerzielles Tool und nicht als Proof of Concept betrachtet.
Franklin Templetons langfristige Wette auf Bitcoin und digitale Vermögenswerte
Jenny Johnson, CEO von Franklin Templeton war direkt über ihre Sicht auf die Bedrohung des traditionellen Finanzwesens durch Blockchain – sie hat argumentiert, dass Blockchains Druck auf die Gebührenstrukturen der Wall Street ausüben, nicht nur auf ihre Technologie.
Diese Haltung zieht sich durch die jüngsten Schritte des Unternehmens: Beantragung eines Bitcoin-ETF Jahre bevor die institutionelle Nachfrage aufholte, wurden ETFs auf den Markt gebracht Aktiendividenden in Bitcoin reinvestierenund nun ein kryptonatives Team gewinnen, um einen institutionellen Betrieb in großem Maßstab durchzuführen.
Die Übernahme von 250 Digital ist der bisher strukturellste Schritt. Anstatt das Krypto-Engagement in einen ETF oder eine Fondshülle zu packen, baut Franklin Templeton eine Abteilung mit eigener Führung, eigener Anlagephilosophie und dem Auftrag auf, den institutionellen Markt direkt zu verfolgen.
Mit einem verwalteten Vermögen von über 1,5 Billionen US-Dollar sendet Franklin Templetons uneingeschränktes Engagement für eine dedizierte Krypto-Einheit ein Signal an den Rest der Vermögensverwaltungsbranche. Das Unternehmen betrachtet digitale Vermögenswerte nicht als Nebenprodukt.
Es geht darum, Personal zu beschaffen, Kapital zu beschaffen und einzusetzen, als ob Krypto ein fester Bestandteil institutioneller Portfolios wäre.

