Galoy weitet seinen Vorstoß in das US-Bankwesen zu einem Zeitpunkt aus, an dem viele Institute immer noch mit der Frage ringen, wie oder ob das gehen soll bringen Bitcoin in ihren Produktstapel.
Im Vorfeld der dieswöchigen Bitcoin 2026-Konferenz in Las Vegas Galoy stellte eine erweiterte Version seiner Bitcoin-nativen Kernbankenplattform vor, die darauf abzielt, aus einer fragmentierten Reihe von Experimenten etwas zu machen, das einem kohärenteren Betriebsmodell für Banken und Kreditgenossenschaften näher kommt.
Das Update bündelt sechs Kernanwendungsfälle in einem einzigen System: Bitcoin-gestützte Kreditvergabe, BlitzzahlungenStablecoin-Zahlungen, die an neue gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst sind, Bitcoin-Austausch nach dem risikolosen Prinzipalmodell des OCC, Verwahrungsoptionen und eingebettete Wallet-Infrastruktur.
Anstatt bestehende Kernsysteme zu ersetzen, fungiert die Software laut Galoy als „Sidecar“, eine Schicht, die neben den Legacy-Schienen sitzt. Diese Formulierung spiegelt die Realität in den meisten Institutionen wider, wo der Austausch der Kerninfrastruktur nach wie vor eine mehrjährige Anstrengung ist, zu der nur wenige bereit sind.
Für viele Banken dürfte dies der greifbarste Einstiegspunkt sein BTC-gestützte Kreditvergabe. Die Logik kommt mir bekannt vor. Kreditgeber verstehen bereits besicherte Kredite, die an Aktien oder Immobilien gebunden sind. Bitcoin führt zu Volatilität, aber die Struktur spiegelt bestehende Kreditpraktiken wider.
Was fehlt, sind Tools, die die Sicherheitenüberwachung und Liquidationsauslöser in Echtzeit ohne zusätzliche betriebliche Belastung bewältigen können. Die Plattform von Galoy schließt diese Lücke und bietet LTV-Tracking, Buchhaltungssysteme und Genehmigungsworkflows, die traditionellen Kreditprozessen ähneln.
Bewältigung der Bitcoin-Unsicherheit
Das Unternehmen führte außerdem drei Tools ein, die ein eher stilles Hindernis angehen sollen: die Unsicherheit.
Regulatorisch Haltung in den USA hat sich im Ton verändert, bleibt aber komplex. Galoys „Regulatory Radar“ fasst Leitlinien von Bundes- und Landesbehörden in verständlichen Zusammenfassungen zusammen, eine Anspielung auf Compliance-Teams, die sowohl Interpretationen als auch Rohinformationen benötigen.
Unterdessen sprechen die Tools „Portfolio Analyzer“ und „LTV Risk Scenarios“ eine tiefere Sorge innerhalb der Banken an: wie sich das BTC-Engagement unter Stress verhält. Durch das Vorabladen von Daten von Tausenden von US-Finanzinstituten ermöglicht der Analysator Führungskräften zu sehen, wie ein Bitcoin-Kreditbuch in ihre Bilanz passen könnte.
Das Tool für Risikoszenarien geht noch einen Schritt weiter und modelliert, wie sich starke Preisbewegungen auf Sicherheiten und Kapital auswirken könnten.
Hinter der Produkterweiterung steckt ein breiterer Tonwechsel in der gesamten Branche. Vor einigen Jahren lebte Bitcoin im Bankwesen oft in Innovationslaboren oder Pilotprogrammen. Mittlerweile ist das Gespräch näher an die Umsatzlinien und Risikoausschüsse gerückt. Diese Verschiebung bringt eine andere Art der Prüfung mit sich.
Letztes Jahr, Galoy gestartet Lana, eine Software, die es kleineren Banken ermöglicht, Bitcoin-gestützte Kredite anzubieten, mit dem Ziel, den Zugang zu erweitern und die hohen Kreditzinsen zu senken, wenn mehr Institutionen auf den Markt kommen.

