Der GBP/JPY konsolidiert sich um 218,20, da das Pfund Sterling mit dem Amtsantritt des neuen Premierministers Andy Burnham an Schwung verliert. Befürchtungen vor einem möglichen Eingreifen der japanischen Behörden begrenzten den währungspaarübergreifenden Anstieg, der weiterhin in der Nähe der seit Jahresbeginn (YTD) erzielten Höchststände vom 15. Juli liegt.
GBP/JPY-Preisprognose: Technischer Ausblick
Der anhaltende Rückgang während der letzten vier Handelstage kam in der Nähe des Bereichs von 217,50 zum Stillstand, etwa beim Tagestief (LOD) von 217,53. Seitdem hat sich der GBP/JPY-Kurs erholt und die Marke von 218,00 zurückerobert, was die Chancen der Käufer erhöht, höhere Preise zu testen.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) zeigt, dass das Momentum bullisch ist, obwohl es sich abgeflacht hat, was darauf hindeutet, dass der Cross seitwärts tendieren könnte.
Für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends muss GBP/JPY die psychologische Marke von 218,50 vor 219,00 überschreiten. Sobald dieser durchbrochen wird, wäre der nächste Stopp das Jahreshoch von 219,61 vor 220,00.
Auf der anderen Seite eröffnet ein entscheidender Durchbruch unter das Tief vom 21. Juli von 217,53 den Weg zur Herausforderung von 217,00. Unten liegt die höchste Unterstützungslinie vom 30. April bei 216,60, gefolgt vom 50-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 215,00.
GBP/JPY-Preisdiagramm – täglich
Häufig gestellte Fragen zum japanischen Yen
Der Japanische Yen (JPY) ist eine der meistgehandelten Währungen der Welt. Sein Wert wird im Großen und Ganzen von der Leistung der japanischen Wirtschaft bestimmt, insbesondere aber von der Politik der Bank of Japan, dem Unterschied zwischen japanischen und US-Anleiherenditen oder der Risikostimmung unter Händlern und anderen Faktoren.
Eines der Mandate der Bank of Japan ist die Währungskontrolle, daher sind ihre Maßnahmen für den Yen von entscheidender Bedeutung. Die BoJ hat manchmal direkt in die Devisenmärkte eingegriffen, im Allgemeinen, um den Wert des Yen zu senken, obwohl sie aufgrund politischer Bedenken ihrer wichtigsten Handelspartner oft davon Abstand nimmt. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ zwischen 2013 und 2024 führte aufgrund einer zunehmenden politischen Divergenz zwischen der Bank of Japan und anderen wichtigen Zentralbanken zu einer Abwertung des Yen gegenüber seinen Hauptwährungskollegen. In jüngerer Zeit hat die schrittweise Abkehr von dieser ultralockeren Politik dem Yen etwas Auftrieb gegeben.
Im letzten Jahrzehnt hat die Haltung der BoJ, an einer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer zunehmenden politischen Divergenz mit anderen Zentralbanken, insbesondere mit der US-Notenbank, geführt. Dies unterstützte eine Ausweitung der Differenz zwischen den 10-jährigen US- und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen begünstigte. Die Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, die ultralockere Politik schrittweise aufzugeben, zusammen mit Zinssenkungen bei anderen großen Zentralbanken, verringert diese Differenz.
Der japanische Yen wird oft als sichere Anlage angesehen. Dies bedeutet, dass Anleger in Zeiten von Marktstress aufgrund der vermeintlichen Zuverlässigkeit und Stabilität eher dazu neigen, ihr Geld in der japanischen Währung anzulegen. Turbulente Zeiten dürften den Wert des Yen gegenüber anderen Währungen, die als riskanter gelten, stärken.

