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Trotz der Lloyds Banking Group (LSE:LLOY) Der Aktienkurs ist im vergangenen Jahr um 36 % gestiegen, die Aktie ist in den letzten drei Monaten um 1 % gefallen. Ein Teil davon ist auf die anhaltende Unsicherheit im Zusammenhang mit dem britischen Autokreditskandal und den daraus resultierenden Entschädigungsvereinbarungen zurückzuführen. Basierend auf neuen Nachrichten, die heute (22. April) veröffentlicht wurden, könnte es bei Lloyds-Aktien zu weiterer Volatilität kommen. Was ist los?
Implikationen besprechen
Der Skandal dreht sich darum, dass Kreditgeber (wie Lloyds) Provisionen an Autohändler zahlen, was den Händlern einen Anreiz gibt, die Zinssätze zu erhöhen, ohne den Kunden dies ordnungsgemäß mitzuteilen. Das ist an sich keine neue Neuigkeit. Lloyds hat bereits beiseite gelegt etwa 1,95 Milliarden Pfund, um potenzielle Auszahlungen an Kunden abzudecken, denen möglicherweise zu viel berechnet wurde. In der gesamten Branche könnte sich die Rechnung auf rund 9,1 Milliarden Pfund belaufen, wobei Banken wie Lloyds für einen großen Teil verantwortlich wären.
Die neue Nachricht ist, dass Anwälte, die für eine Verbrauchergruppe arbeiten, sich darauf vorbereiten, die Financial Conduct Authority (FCA) vor Gericht zu bringen, um eine höhere Entschädigung zu fordern. Sie behaupten, dass die Gebühr in Höhe von 9,1 Milliarden Pfund den Opfern massiv zu kurz kommt.
Nach dem früheren – und teuren – PPI-Skandal könnte dies Lloyds aus mehreren Gründen Kopfschmerzen bereiten. Erstens zieht der Rechtsstreit das Verfahren in die Länge und sorgt so dafür, dass die Unsicherheit über die Aktie bestehen bleibt. Darüber hinaus verzögert sich die Auszahlung an Fahrer, deren Entsendung in diesem Sommer erwartet wurde. Schließlich besteht die Möglichkeit, dass, wenn der Rechtsstreit der Verbrauchergruppe erfolgreich ist, die tatsächlich fällige Entschädigung steigen könnte, was sich negativ auf die Erträge von Lloyds auswirken könnte.
Einen Schritt zurück machen
Bisher sind die Lloyds-Aktien unverändert. Das zeigt mir, dass die Anleger die Nachricht mit einem Achselzucken aufnehmen. Wenn hier echte Sorgen bestünden, wäre die Aktie ruckartig gefallen.
Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Rückstellungen der Bank zwar in Milliardenhöhe liegen, aber dennoch überschaubar sind. Das Geschäft einen Gewinn erwirtschaftet von 4,76 Mrd. £ im Jahr 2025. Dies gibt eine gewisse Perspektive auf den Einbruch, da es nicht das Risiko darstellt, die Bank aus dem Geschäft zu drängen.
Darüber hinaus wissen wir noch nicht, ob die FCA definitiv vor Gericht gebracht wird und wie lange es dauert. Bis es mehr Klarheit gibt, sind die Schlagzeilen mit Vorsicht zu genießen.
Das Endergebnis
Ich denke, es ist zu früh für Anleger, die Nachrichten ernst zu nehmen. Die Lloyds-Aktien werden später betroffen sein, wenn es wahrscheinlich wird, dass eine höhere Vergütung erforderlich sein wird. Bis dahin wird die Aktie jedoch von anderen Faktoren beeinflusst. Beispielsweise könnte eine höhere Inflation in Großbritannien die Zinsen in diesem Sommer in die Höhe treiben, was der Bank zugute kommen würde. Vergessen wir auch nicht, dass die Ergebnisse für das erste Quartal nächste Woche veröffentlicht werden.
Auf dieser Grundlage werde ich heute keine Schritte in Bezug auf die Aktie unternehmen, aber es ist eine Geschichte, die man weiter im Auge behalten sollte.

