Investing.com – Laut Bank of America wird die Glaubwürdigkeit des japanischen Yen zunehmend in Frage gestellt, da dieser auf über 163 gestiegen ist und der reale effektive Wechselkurs der Währung auf ein Niveau gefallen ist, das zuletzt in den 1960er Jahren beobachtet wurde.
Die Bank geht davon aus, dass sich die fundamentalen Rahmenbedingungen für den Yen verbessern, was sich in der stärkeren Zahlungsbilanz Japans und der Outperformance japanischer Aktien zeigt. Der Markt bleibt gegenüber dem Yen immer pessimistischer und begründet dies mit Haushaltssorgen und dem Risiko, dass die Bank of Japan hinter der Kurve zurückbleibt.
Viele Anleger betrachten 165 als die nächste Interventionslinie im Sand, sagt die Bank of America. Eine deutliche Bewegung des USD/JPY-Paares über dieses Niveau könnte als mangelnde Bereitschaft interpretiert werden, die Währung zu verteidigen, was möglicherweise den Yen-Verkauf beschleunigt.
Bei der vorherigen Interventionsepisode gelang es nicht, einen nachhaltigen Durchbruch unter 155 herbeizuführen. Sofern sich der USD/JPY nicht entscheidend unter dieses Niveau bewegt, wird die Nachfrage nach Abwärtskäufen beim USD/JPY wahrscheinlich anhalten.
Die Interventionsrisiken dürften erheblich steigen, wenn sich USD/JPY 165 nähert, sagt die Bank of America. Ein höherer Ausgangspunkt würde es immer schwieriger machen, einen entscheidenden Schritt unter 155 zu erreichen.
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