Frantisek Taborsky von ING geht davon aus, dass die Ungarische Nationalbank (NBH) die Zinsen um 25 Basispunkte auf 5,75 % senken wird und damit ihren Lockerungszyklus trotz des jüngsten Wechselkurs- und Zinsdrucks fortsetzt. Er argumentiert, dass der Ausverkauf der Vermögenswerte im ungarischen Forint (HUF) eher auf die Positionierung als auf die Fundamentaldaten zurückzuführen sei und sieht Spielraum für eine gemäßigtere Markthaltung. Taborsky prognostiziert, dass der Leitzins in diesem Jahr bei 5,00 % und im Jahr 2028 bei 4,00 % liegen wird, mit Spielraum für einen Wiederaufbau der Forint-Longpositionen.
Forint unter Druck, da NBH senkt
„Die Ungarische Nationalbank dürfte heute die Zinsen um weitere 25 Basispunkte auf 5,75 % senken. Die Zentralbank hat ihren Lockerungszyklus im Juni wieder aufgenommen und sich zu weiteren Senkungen im Juli und August verpflichtet. Eine neue Prognose ist im September fällig, wenn die NBH ihre nächsten Schritte neu bewerten sollte.“
„Während FX und Tarife Obwohl die Zentralbanken weltweit erheblich unter Druck geraten sind und den größten Ausverkauf seit den Parlamentswahlen im April ausgelöst haben, dürfte die Lage aus Sicht der Zentralbank stabiler erscheinen als aus Sicht des Marktes.“
„Die Inflation im Juni blieb erneut unter der Prognose der NBH, und der Gouverneur beschrieb letzte Woche EUR/HUF bei etwa 355-360 als stabil. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die NBH ihre aktuelle Rhetorik beibehalten wird.“
„Deshalb gehen wir davon aus, dass der Ausverkauf bei den ersten Anzeichen einer weltweiten Entspannung nachlassen wird. Der Markt preist derzeit etwas mehr als 75 Basispunkte einer Lockerung ein, einschließlich der heutigen Sitzung, und einen Endzinssatz zwischen 4,75 % und 5,00 %. Wir gehen davon aus, dass der Leitzins in diesem Jahr 5,00 % und im Jahr 2028 4,00 % erreichen wird. Wir sehen daher Spielraum für eine Rückkehr des Marktes zu einer gemäßigteren Haltung und für Anleger Forint-Long-Positionen je nach globalem Hintergrund wieder aufbauen.“
„Der Markt hat einen großen Teil der erwarteten Zinssenkungen bereits eingepreist, nachdem der jüngste Druck auf HUF-Anlagen, die nicht nur in Mittel- und Osteuropa, sondern auch in den Schwellenländern unterdurchschnittlich abschnitten, unterdurchschnittlich abgeschnitten hat. Unserer Ansicht nach spiegelt dies eher eine starke Long-Positionierung als eine Verschlechterung der lokalen Fundamentaldaten wider, die weiterhin konstruktiv sind.“
(Dieser Artikel wurde mit Hilfe eines Tools für künstliche Intelligenz erstellt und von einem Redakteur überprüft. Erfahren Sie mehr.)

