Senator Tillis blockiert Trumps Fed-Kandidat Warsh, bis eine Untersuchung des DOJ gegen Powell abgeschlossen ist, was zu einem Stillstand im Senat führt und Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed aufkommen lässt, da die Unsicherheit über die Führung zunimmt.
Wall Street Journal (eingezäunt) mit den bisherigen Informationen.
Zusammenfassung:
- Tillis blockiert den Fed-Kandidaten Warsh, bis die Powell-Untersuchung endet
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Führt zu einem effektiven Stillstand im Bankenausschuss des Senats
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Trump stößt auf seltenen Widerstand der Republikaner
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Tillis agiert vor der Pensionierung unabhängiger
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Weckt Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed und des politischen Drucks
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Ohne abschließende Untersuchung gibt es keinen klaren Weg nach vorn
Eine politische Pattsituation in Washington droht die Bemühungen von Präsident Donald Trump, Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve zu ernennen, zunichte zu machen, was den wachsenden Widerstand in den Reihen der Republikaner verdeutlicht und neue Fragen zur Unabhängigkeit der Zentralbank aufwirft.
Senator Thom Tillis aus North Carolina hat deutlich gemacht, dass er jeden Kandidaten der Federal Reserve blockieren wird, bis eine Untersuchung des Justizministeriums gegen den derzeitigen Vorsitzenden Jerome Powell abgeschlossen ist. Die Untersuchung bezieht sich auf die Renovierung des Fed-Hauptquartiers und Powells Aussage im Zusammenhang mit dem Projekt. Tillis hat angedeutet, dass es „keinen Weg“ für eine Bestätigung gibt, solange die Ermittlungen noch laufen.
Der Schritt stellt ein ungewöhnliches Hindernis für Trump dar, der seine Partei weitgehend fest im Griff hat. Tillis, der bereits angekündigt hat, dass er am Ende seiner Amtszeit in den Ruhestand gehen wird, scheint jedoch zunehmend bereit zu sein, sich gegen die Regierung zur Wehr zu setzen. Der Gesetzgeber hat beschrieben, dass er in eine sogenannte „YOLO-Ära“ eintritt, in der er seine Stimme freier nutzt, ohne sich um politische Konsequenzen zu kümmern.
Tillis hat betont, dass seine Position auf dem Schutz der Unabhängigkeit der Federal Reserve beruht, und warnte davor, dass die Beeinflussung von Führungsentscheidungen durch politischen Druck das Vertrauen in das US-Finanzsystem untergraben könnte. Obwohl er seine Unterstützung für Warsh persönlich zum Ausdruck gebracht hat und bereit ist, eine Anhörung zur Bestätigung abzuhalten, hat er sich entschieden dazu entschlossen, die Nominierung voranzutreiben, während die Ermittlungen andauern.
Nach den aktuellen Berechnungen des Senats reicht Tillis‘ Widerstand aus, um den Prozess zum Stillstand zu bringen. Der Bankenausschuss würde wahrscheinlich gleichmäßig gespalten sein und die Nominierung daran hindern, voranzukommen, während jeder Versuch, eine Abstimmung im Senat zu erzwingen, die Unterstützung der Demokraten erfordern würde, ein unwahrscheinliches Ergebnis.
Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, hat die Sackgasse eingeräumt und angedeutet, dass sich das Weiße Haus letztendlich mit Tillis’ Bedenken befassen muss. Unterdessen hat Trump seine Frustration über die Situation zum Ausdruck gebracht, aber auch eingeräumt, dass er möglicherweise nicht in der Lage sein wird, den Widerstand zu überwinden.
Die Pattsituation wird zunehmend als Testfall für die Unabhängigkeit der Federal Reserve angesehen, wobei einige Analysten und Marktteilnehmer Tillis‘ Haltung als seltenes Beispiel für parteiinternen Widerstand gegen politischen Einfluss auf die Geldpolitik begrüßen.
US-Senator Tillis

