EUROPÄISCHE SITZUNG
In der europäischen Sitzung haben wir das Schweizer BIP für das 1. Quartal, die Arbeitslosenquote der Eurozone und die endgültigen PMIs für die wichtigsten Volkswirtschaften der Eurozone und Großbritannien. Für die jeweiligen Zentralbanken dürfte sich an den Daten zum jetzigen Zeitpunkt nichts ändern.
Zur Erinnerung: Es wird nicht erwartet, dass die SNB die Zinssätze in absehbarer Zeit anpassen wird. Die SNB hat versprochen, bei Bedarf in den Devisenmarkt einzugreifen, hat aber nicht viel unternommen. Es wird allgemein damit gerechnet, dass die EZB ihre Zinsen im Juni anheben und dann mindestens bis September eine Pause einlegen wird, um zu sehen, wie sich die Daten und die Situation zwischen den USA und dem Iran im Laufe des Sommers entwickeln. Schließlich tendiert die BoE eher dazu, die Zinsen länger stabil zu halten, als sich für Zinserhöhungen zu entscheiden.
AMERIKANISCHE SITZUNG
Das wichtigste Highlight in der amerikanischen Sitzung ist der US-amerikanische ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, der voraussichtlich auf 53,0 steigen wird, gegenüber 52,7 im Vormonat. Der S&P Global US Manufacturing PMI zeigte, dass das Fabrikwachstum erneut teilweise durch den vorübergehenden Lageraufbau gestützt wurde und das Auftragsbuchwachstum durch den anhaltenden Krieg im Nahen Osten etwas gedämpft war, insbesondere bei den Exportverkäufen.
Darüber hinaus stiegen die Inputkosten im Mai aufgrund zunehmender kriegsbedingter Versorgungsengpässe und starker Energiekostensteigerungen so stark an wie seit Ende 2022 nicht mehr. Die Kosten wurden nicht nur als Grund für geringere Umsätze genannt, sondern trugen auch zu immer stärkeren Arbeitsplatzverlusten und einem weiteren Anstieg der Verkaufspreisinflation auf den höchsten Stand seit August 2022 bei.
Die nächsten NFP- und CPI-Berichte werden für die Fed vor der FOMC-Sitzung am 16. und 17. Juni wichtiger sein. Wenn wir positive Überraschungen erleben und sich die Situation in der Straße von Hormus bis zum Treffen nicht ändert, könnten wir eine aggressive Überraschung erleben.
Sprecher der Zentralbank
- 07:30 GMT/03:30 ET – EZB-Schnabel (hawkish – Wähler)

