Investing.com – Die Ergebnisse des ersten Quartals, die am Mittwoch veröffentlicht werden sollen, dürften die Robotaxi-Ambitionen des Unternehmens kaum beruhigen, und das könnte laut Analysten von Jefferies ausreichen, um Fusionsspekulationen mit SpaceX am Leben zu erhalten.
„Die Ergebnisse des ersten Quartals werden eine weitere Vergrößerung der Kluft zwischen Vision und Umsetzung zeigen und könnten, sofern es keine überzeugende Ankündigung zur Einführung von Robotaxi gibt, Bedenken hinsichtlich der Finanzierung schüren und die Logik einer eventuellen Fusion mit SpaceX erhöhen“, sagten Analysten unter der Leitung von Philippe Houchois in einer Notiz.
Jefferies behielt die Einstufung „Halten“ für die Aktie bei und erhöhte das Kursziel von 300 US-Dollar auf 350 US-Dollar.
Der Auslöser für erneute Fusionsgespräche liegt inmitten einer wachsenden Kluft zwischen Teslas Ambitionen und seiner kurzfristigen Umsetzung. Jefferies-Prognosen Tesla wird im ersten Quartal einen Umsatz von 21,2 Milliarden US-Dollar vermelden, ein Plus von 10 % gegenüber dem Vorjahr, aber deutlich unter dem Vorquartal, mit einer Betriebsmarge von unter 3 % und einem Cash-Burn von rund 1,9 Milliarden US-Dollar.
Mit Blick auf die weitere Zukunft prognostiziert die Bank einen negativen freien Cashflow von etwa 5,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026, da die Investitionsausgaben stark auf 19 bis 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr ansteigen.
Die zentrale Unsicherheit bleibt das Robotaxi-Geschäft, das Tesla nach eigenen Angaben bis zum Jahresende in 25–50 % der potenziellen US-Märkte einführen will.
Analysten glauben, dass diese Ambitionen „außerhalb der Reichweite liegen“, da Zulassungshürden und Fragen rund um die Lidar-lose Full Self-Driving (FSD)-Technologie immer noch ungelöst sind. Sie modellieren keine Einnahmen aus dem Betrieb von Robotaxis bis 2027.
Humanoiden Robotern steht eine ähnlich lange Startbahn bevor, wobei Jefferies anmerkt, dass das Feld bereits überfüllt ist und der kommerzielle Maßstab noch in weiter Ferne liegt.
Trotz des kurzfristigen Drucks erkannten die Analysten an, dass Teslas „vertikal integriertes Geschäftsmodell und seine Fähigkeit, Finanzmittel und industrielle Größe bereitzustellen“ einzigartige Stärken gegenüber Wettbewerbern bleiben, die „ebenfalls langsam voranschreiten und mit höheren Kapitalkosten konfrontiert sind“.
Zur Bewertung sagten die Analysten, dass traditionelle Bewertungskennzahlen für Tesla „von geringem Nutzen“ seien, „da die Aktien von der Stimmung und dem Vertrauen in Betriebseinführungen und nachhaltige Innovation angetrieben werden“.

