Europa am DonnerstagSilber (XAG/USD) macht frühere Verluste der europäischen Sitzung am Freitag wieder wett und kehrt zum Zeitpunkt des Schreibens auf ein Niveau im mittleren Bereich von 67,00 US-Dollar zurück. Ein mäßiger Optimismus hinsichtlich eines Friedensabkommens im Iran und niedrigere Renditen für US-Staatsanleihen geben dem renditelosen Edelmetall am Freitag Auftrieb und locken Bullen in den Widerstandsbereich von 69,00 $.
Unterstützung erhält das weiße Metall durch Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der bestätigte, dass die USA und der Iran eine „großartige Einigung“ für ein Abkommen erzielt hätten, das wahrscheinlich „in den nächsten Tagen“ unterzeichnet werde. Die iranischen Behörden hätten eine etwas kältere Haltung gezeigt, obwohl der Sprecher des Außenministeriums sagte. Esmail Baghadei bekräftigte in lokalen Medien, dass die Möglichkeit einer Einigung näher sei als je zuvor.
In den USA. Die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen zum Erzeugerpreisindex (PPI) waren gemischt. Die Gesamtinflation beschleunigte sich auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren, die Kerninflation blieb jedoch entgegen den Erwartungen eines weiteren Wachstums unverändert. Dies hat Hoffnungen geweckt, dass der Spillover-Effekt der Energiepreise allmählich nachlässt, was die Hoffnungen auf eine Zukunft zunichte macht Federal Reserve (Fed) Zinserhöhungen.
Technische Analyse: Potenziell bullisches Head & Shoulders
XAG/USD wird bei 67,46 $ gehandelt, was eine konstruktive unmittelbare Tendenz darstellt. Das höhere Tief vom Freitag deutet auf ein potenziell bullisches Kopf-Schulter-Muster (H&S) hin, eine häufige Bodenbildung.
Die Indikatoren für Intraday-Chats sind unterstützend. Der Relative Strength Index (RSI) in 4-Stunden-Charts bewegt sich um die Mitte der 50er-Jahre, wobei die Moving Average Convergence Divergence (MACD) im positiven Bereich liegt, was auf eine steigende Aufwärtsdynamik hindeutet.
Ein Durchbruch des Wochenhochs bei 69,03 $ würde die H&S-Formation bestätigen und frühere Unterstützungszonen bei 71,05 $ (umgekehrte Trendlinie) und den Bereich von 72,10 $ (Tief vom 28. Mai) in den Fokus rücken. Das gemessene Ziel des H&S liegt direkt vor dem Hoch vom 4. Juni im Bereich von 75,00 $.
Abwärtsversuche hingegen bleiben oberhalb der 65,90-Dollar-Marke (Sitzungstief) begrenzt, die bisher den Weg in Richtung der Tiefststände vom Donnerstag bei 61,50 Dollar schließen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Häufig gestellte Fragen zu Silber
Silber ist ein unter Anlegern stark gehandeltes Edelmetall. In der Vergangenheit wurde es als Wertaufbewahrungsmittel und Tauschmittel genutzt. Obwohl es weniger beliebt ist als Gold, können Händler auf Silber zurückgreifen, um ihr Anlageportfolio zu diversifizieren, wegen seines inneren Wertes oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation. Anleger können physisches Silber in Münzen oder Barren kaufen oder es über Vehikel wie Exchange Traded Funds handeln, die seinen Preis auf internationalen Märkten verfolgen.
Der Silberpreis kann aufgrund einer Vielzahl von Faktoren schwanken. Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können aufgrund seines Status als sicherer Hafen zu einer Eskalation des Silberpreises führen, wenn auch in geringerem Maße als bei Gold. Als ertragsloser Vermögenswert tendiert Silber dazu, bei niedrigeren Zinssätzen zu steigen. Seine Bewegungen hängen auch davon ab, wie sich der US-Dollar (USD) verhält, wenn der Vermögenswert in Dollar (XAG/USD) bewertet wird. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell in Schach, während ein schwächerer Dollar die Preise wahrscheinlich in die Höhe treiben wird. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Bergbauangebot – Silber kommt viel häufiger vor als Gold – und Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird in der Industrie häufig verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik oder Solarenergie, da es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist – mehr als Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann die Preise erhöhen, während ein Rückgang sie tendenziell senkt. Auch die Dynamik in den Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China verwenden ihre großen Industriesektoren Silber in verschiedenen Prozessen; In Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine entscheidende Rolle bei der Preisgestaltung.
Der Silberpreis folgt tendenziell den Bewegungen von Gold. Wenn der Goldpreis steigt, folgt Silber in der Regel diesem Beispiel, da ihr Status als sicherer Hafen ähnlich ist. Das Gold/Silber-Verhältnis, das die Anzahl der Unzen Silber angibt, die erforderlich sind, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann dabei helfen, die relative Bewertung beider Metalle zu bestimmen. Einige Anleger betrachten eine hohe Quote möglicherweise als Indikator dafür, dass Silber unterbewertet oder Gold überbewertet ist. Im Gegenteil könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.

