Ripple ist in den letzten Wochen unter Druck geraten. Der Altcoin, der das Jahr mit einem Aufwärtstrend begann und eine starke Korrelation mit Bitcoin aufwies, hat seitdem in den Charts die Richtung geändert.
XRP fiel gegenüber seinem Jahreshöchststand um fast 50 % und wurde bei Redaktionsschluss bei etwa 1,89 US-Dollar gehandelt. Die rückläufige Dynamik nahm weiter zu.
XRP-Abwärtswelle, angetrieben durch Derivate
Der jüngste Preisrückgang ist größtenteils auf den anhaltenden Verkaufsdruck auf dem Derivatemarkt zurückzuführen, der sich in sinkenden Volumina und einem veränderten Händlerverhalten widerspiegelt.
Dieser Druck war am deutlichsten bei Binance zu spüren, einer Börse, die aufgrund ihres dominanten Marktanteils einen guten Überblick über die globale Marktaktivität bietet.
Daten von CryptoQuant zeigten, dass das Taker-Kaufvolumen auf Binance im letzten Monat um etwa 95,7 % von etwa 5,8 Milliarden US-Dollar auf fast 252 Millionen US-Dollar gesunken ist.
Dieser Einbruch fiel mit einem stetigen Abwärtstrend des XRP-Preises zusammen, was die nachlassende Käuferaggression während des Ausverkaufs verdeutlichte.
CryptoQuant-Analyst Darkfrost brachte den Abschwung mit dem Liquidationsereignis am 10. Oktober in Verbindung, zusammen mit der Kapitalrotation von Altcoins in Bitcoin.
Darüber hinaus war die Positionierung der Derivate weiterhin auf Verkäufer ausgerichtet. Das Taker-Kauf-/Verkaufsverhältnis lag bei Redaktionsschluss bei etwa 0,883, was darauf hindeutet, dass die Verkäufe auf der Verkaufsseite weiterhin die Kaufaufträge überwogen.
Insider-Verbreitungen belasteten die Stimmung
Ripple-Mitbegründer Chris Larsen hat ebenfalls zur jüngsten Schwäche von XRP beigetragen, insbesondere in der vergangenen Woche.
Im Juli verfolgte der Analyst Ja Martun diese Ausverkäufe und berichtete, dass Larsen eine deutliche Ausschüttung seiner XRP-Bestände auslöste, als sich der Vermögenswert einem lokalen Höchststand näherte.
Der Ausverkauf dauerte zehn Tage und führte dazu, dass über 200 Millionen XRP auf den Markt gebracht wurden, was den Preisdruck noch verstärkte.
Martun bemerkte:
„Immer noch kaufen? Du bist die Exit-Liquidität. Er überlässt dich.“
Trotzdem haben Spot-Investoren weiterhin XRP angehäuft. Bei einem kürzlich erfolgten Kauf kauften Investoren XRP im Wert von etwa 11 Millionen US-Dollar vom Markt.
Seit der Woche ab dem 8. September zeigten die Daten aufeinanderfolgende wöchentliche Nettozuflüsse, wobei die Anleger den Altcoin stetig anhäuften. Die Gesamtakkumulation in diesem Zeitraum belief sich auf 2,51 Milliarden US-Dollar.
Dieses Verhalten deutet darauf hin, dass die Spot-Käufer eine bullische Tendenz beibehalten. Der durch Derivate ausgelöste Verkauf und die Insider-Verbreitung dominierten jedoch weiterhin die kurzfristige Preisentwicklung.
Die Akkumulation schwächt sich ab
Um zu beurteilen, ob die Akkumulation eine Überzeugung widerspiegelt, hat AMBCrypto den Akkumulation/Verteilungsindikator von XRP überprüft.
Der Indikator blieb bei Redaktionsschluss im negativen Bereich, was zeigt, dass die Verkaufsaktivität weiterhin den Kaufdruck überwog.
Die A/D-Linie verzeichnete einen Nettowert von nahezu -2,5 Milliarden XRP und tendierte weiter nach unten. Sollte dieser Trend anhalten, könnte XRP einem zusätzlichen Abwärtsdruck ausgesetzt sein, wobei sich 1,50 US-Dollar als mögliches Unterstützungsniveau herauskristallisieren, das es im Auge zu behalten gilt.
Letzte Gedanken
- Der jüngste Rückgang von XRP spiegelte einen Markt wider, in dem der Verkaufsdruck die Überzeugung überwog, auch wenn einige Käufer aktiv blieben.
- Wenn die Stimmung bei Derivaten fragil bleibt, dürfte die Preiserholung begrenzt bleiben.




