Soviel zur tollen „Wiedereröffnung“, oder?
Es schien, als würden beide Seiten versuchen, zumindest ein Auge auf die Feindseligkeiten zu verschließen, um die Optik eines Deals auszunutzen. Aber leider dauerte das nicht einmal zwei Wochen. Und damit ist Iran wieder dabei, die Straße von Hormus de facto zu sperren.
Allerdings war dies Teil ihres Plans die ganze Zeit? Vielleicht.
Andererseits könnte man meinen, dass sie die USA noch etwas länger ködern und die Verhandlungen noch etwas hinauszögern wollten, bevor sie unter dem Vorwand ihrer Unschuld Unschuld vortäuschten und die Gespräche abbrachen. Wie dem auch sei, es ist das, was jetzt ist.
Die USA und der Iran sind wieder dabei, Angriffe gegeneinander zu starten, ohne dass es Anzeichen für weitere Verhandlungen gibt. Und im Laufe der Zeit ist die Straße von Hormus nun wieder mehr oder weniger für den Geschäftsverkehr gesperrt.
Nachdem in den letzten Wochen etwa 30 bis 40 Schiffe durch die Meerenge verkehrten, ist diese Zahl seit Freitag dramatisch zurückgegangen.
- 10. Juli: ~10 bis 12 Schiffe kreuzten (niedrigster Stand seit dem 28. Juni)
- 11. Juli: ~10 bis 14 Schiffe kreuzten
- 12. Juli: ~6 Schiffe gekreuzt (der niedrigste Stand seit fünf Wochen)
Daher stagnierten die Energieströme grundsätzlich, wobei Bloomberg außerdem anmerkte, dass es auf kommerziellen Trackingsystemen „fast keinen sichtbaren Verkehr“ gebe. Es ist so ziemlich wieder am Reißbrett, da beide Seiten wieder in die Offensive gegeneinander gehen.
Selbst wenn man sich die Optik eines Deals anschaut, besteht die Hoffnung auf eine kurzfristige Erleichterung, bevor einige Zeit später die Realität eintrifft. Es scheint, als würden wir all das überspringen, da sich die Märkte jetzt mit dem plausiblen Szenario auseinandersetzen müssen, dass dies der Fall ist wieder an, wieder aus Der Status in Bezug auf die Straße von Hormus könnte noch viele weitere Wochen/Monate bestehen bleiben.
Und in diesem Fall werden Verbraucher und Unternehmen die Krise viel schneller spüren. Im Gegenzug müssen Händler und Investoren wahrscheinlich auch zu der Erkenntnis gelangen, dass es nicht unbedingt eine gute Sache ist, wenn der Ölmarkt „seine Ersparnisse aufzehrt“, um mit dem Schein Schritt zu halten. Das gilt vor allem dann, wenn sich an der Situation in der Straße von Hormus nichts Wesentliches ändern wird.

